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Organsprache #02 Nieren

Die Nieren

Hauptsächlich sind die Nieren auf der körperlichen Ebene zuständig für den Wasser- und Elektrolythaushalt bzw. die Ausgeglichenheit der Körperflüssigkeiten, und sie sind ein wichtiger Teil des Ausscheidungs-, Filter- und Entgiftungssystems bezüglich der wasserlöslichen Abfallstoffe im Körper. Über die Nieren wird auch z. T. der Blutdruck reguliert.

 

Die Nieren in der Organsprache

Diese Funktionen lassen sich energetisch und symbolisch übertragen auf das Filtern, Reinigen und Loslassen von emotionalem Ballast und von "vergiftenden" Gedanken.

 

Die Nieren gehören zum Element WASSER, und auf körperlicher Ebene haben sie ja auch hauptsächlich mit Flüssigkeit zu tun.

 

Wasser-Themen sind immer Gefühls-Themen: alle emotionalen Konflikte, emotionale Disharmonien, Entscheidungsfindungen, Dysbalancen sind hier betroffen.

 

 

Die Lebens-Themen der Nieren:

Partnerschaft, Harmonie und Balance, Angst - Vertrauen - Mut, Abwehr - Akzeptanz, Schuldgefühle

 

Gefühlsmandala nach Dr. Klinghardt

  • ANGST und Phobie
  • Richtungslosigkeit
  • Schuldgefühle
  • Egoismus
  • Enttäuschung (eine nach der anderen)
  • Enttäuscht, weil man jemanden idealisiert hat
  • Brutal und mitleidlos
  • Erschrocken, betroffen
  • „das geht mir an die Nieren“
  • Unmotiviertheit
  • gelähmter Wille
  • Hilflosigkeit, Machtlosigkeit
  • sich im Stich gelassen fühlen
  • sexuelle Unsicherheit
  • Unentschlossenheit
  • "das Leben ist ungerecht"
  • Unausgeglichenheit
  • zu hohe Erwartungen an andere oder an sich selbst
  • Gefühl von Opfer-sein (weil andere ihn enttäuschen)

 

Nieren + Zähne + Wirbelsäule + Ohren

Im Sinne der Ganzheitlichkeit lohnt es sich auch, die Zähne mit einzubeziehen. Wir wissen, dass "an jedem Zahn ein ganzer Mensch hängt" und jedem Zahn werden bestimmte Lebensthemen sowie Organe zugeordnet. Im Falle der Niere kann man sich die Zähne 1 und 2 in jedem Quadranten (also 11 + 12, 21 + 22, 31 + 32, 41 + 42) ansehen. Sie sind u.a. mit den Nieren und den Ohren verbunden. Die hier zugeordneten Lebensthemen stimmen überein mit denen der Nieren, wie ich sie hier beschreibe.

 

Wer z. B. Ohrenprobleme hat, könnte also auch schauen, ob die Nieren oder die zugehörigen Zähne ein Defizit aufweisen (oder umgekehrt).

 

Ebenfalls lohnenswert ist die Betrachtung der Wirbelsäule. Jeder Wirbel hängt mit einem oder mehreren Organen und Systemen zusammen. Die Nieren werden dem 10. Brustwirbel (TH10) zugeordnet, ebenfalls mit den Themen "problematische Partnerschaften, Schuldzuweisungen, Opferrolle".

 

 

 

Thema: Ängste

In der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wird den Nieren der „Sitz der Angst“ zugesprochen.

 

Außerdem werden ihnen die Ohren zugeordnet als „Öffner des Nierenfunktionskreises“. Hier schaut man bei Erkrankungen der Ohren (Mittelohr-entzündungen, Tinnitus) auch nach den Nieren (sowohl körperlich als auch energetisch). Sie gelten als Energieeintrittspunkte. Schaut man sich die Formen der Nieren und der Ohren an, erkennt man auch deutlich eine Übereinstimmung.

 

Nierenprobleme treten oft nach traumatischen Ereignissen (Todesangst) auf. Meist liegt das Ereignis längere Zeit zurück. Doch natürlich sind auch andere Faktoren möglich (Fremdenergien, Vererbung/Epigenetik, andere Organsysteme, Umweltgifte).

 

Thema: Partnerschaft - Beziehung - Zusammenarbeit

Da wir zwei Nieren haben, gehören diese Organe zu den Partnerorganen, die auch eng und idealerweise gut zusammenarbeiten sollten. Sie symbolisieren also unsere Beziehungsebene sowie auch die Zusammenarbeit mit eng verbundenen Menschen.

 

Das betrifft alle Arten von Beziehung: zum Partner / zur Partnerin, zu Eltern / Elternteilen, Großeltern, Kindern. Auch eine Beziehung zu einem/r Vorgesetzten oder engen Kollegen ist möglich: Wie klappt die Zusammenarbeit?  

 

Aber zu allererst spiegeln sie die Beziehung zu dir selbst wider: Den Ausgleich des weiblichen und des männlichen in dir, die beste Beziehung deiner inneren Frau und deines inneren Mannes miteinander. Wenn die Beziehung im Inneren passt, verändern sich auch die Beziehungen im Außen.

 

Die Beziehung zu sich selbst beinhaltet die Versöhnung mit sich selbst. So, dass du deine Gefühle frei auch durch die Ratio (die Gedankenwelt) fließen lassen kannst. Ohne Verurteilungen, Abwertungen, ohne Verstecken und Unterdrücken. Also ganz in Liebe.

 

Der erlöste Zustand zeigt sich in einer schönen und liebevollen Verbundenheit zu dir selbst. Natürlicherweise kann dann auch eine harmonische und liebevolle Verbundenheit in Partner-Beziehungen sein.

 

Seitigkeit: die Bedeutung der rechten und der linken Niere

Die rechte und die linke Körperseite - und damit hier die rechte und die linke Niere - haben jeweils verschiedene symbolische und energetische Bedeutung. Wir schauen in der Organsprache dann auch, welche Seite betroffen ist, denn die Seitigkeit (links / rechts) spielt hier eine große Rolle (nicht nur bei Partnerorganen, sondern bei allen Beschwerden) und weist uns eine wichtige Richtung.

 

Rechte Seite = männlicher Archetyp:

Das Männliche (das kann den männlichen Anteil im Mensch betreffen oder eine männliche Beziehungs-Person, die mit dem Thema der Niere zu tun hat). Das Nehmende, das Harte, das Aggressive, das Kämpferische, äußere Einflüsse, die Gedankenwelt, real, rational, das starke selbstbewusste ICH, gesunder Menschenverstand.

 

Linke Seite = weiblicher Archetyp:

Das Weibliche (auch hier kann es den weiblichen Anteil im Mensch betreffen oder eine weibliche Beziehungs-Person, die mit dem Thema der linken Niere zu tun hat). Das Intuitive, das Weiche, das Gebende, das Willkommen heißende. Themen, die „hausgemacht“ sind - also in der betroffenen Person selbst entstanden. Die Gefühlswelt, irrational, imaginär, das freie Fließen von Emotionen.

 

Auch im körperlich-energetischen Bereich beobachten wir, ob und wie die Nieren in Beziehung zueinander stehen. Denn es kommt vor, dass sich die rechte und die linke Niere „nicht wahrnehmen“ oder voneinander abgewandt sind, wo sie doch im Idealfall miteinander verbunden sein und zusammenarbeiten sollten.

 

Ich habe in der Organkommunikation auch schon erlebt, dass eine Niere weniger arbeitet, während die andere diese Arbeit übernimmt und damit irgendwann überfordert ist.

 

Beispiele von Erkrankungen der Nieren und ihre möglichen emotionalen/psychischen Hintergründe:

Grob erklärt: wenn Nieren auf der körperlichen Ebene ihre Filter- und Ausscheidungsfunktion einstellen, stauen sich Gifte im Körper. Der Körper hält das vergiftete Wasser in sich fest. Genauso verhält sich das dann auch auf der energetischen / emotionalen / mentalen Ebene: Emotionen, die eigentlich losgelassen und erlöst werden sollten, hängen im System fest und vergiften es langsam (zusammen mit den dazugehörigen Gedanken).

 

Nierenentzündung (Nephritis): Emotionale Selbstvergiftung, indem ich nicht zu mir stehe und mich nicht authentisch äußere. Ich habe Angst, „nein“ zu sagen. Innerlich brodelt es (Wut, Aggression), aber ich halte meine wütenden Emotionen zurück.

 

Nierensteine: große Ansammlungen von kristallisierten Aggressionen und Frust. Lange zurückgehalten und verhärtet. Wem oder was gegenüber bin ich schon so lange zu hart und unnachgiebig? Welche „harten“ Gedanken hege ich mir oder einem anderen gegenüber? Relevant sind hier natürlich die Themen, die der Niere zugeordnet sind.

 

Nierenzyste: Mit Flüssigkeit gefüllt = Emotionen, die unterdrückt und gehalten (eingekapselt) werden. Auch hier geht es um Emotionen, die mit Nieren-Themen zu tun haben.

 

Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis): Panische Emotionen, Gefühl von fehlendem Halt, der im Außen gesucht wird. Es fühlt sich an, als ob der Boden unter mir verschwindet.

Ich sollte erkennen, dass ich Halt und eine sichere Basis nur in mir selbst finde. Dass ich „Dampf ablassen“ muss. Und dass mir dadurch im Außen nicht das Schreckliche passiert, vor dem ich so Angst habe. Vertrauen. Ich kann diese Gefühlskräfte zu meinem Vorteil wandeln. Dazu darf ich mir bewusst werden, dass ich Vertrauen in das Leben haben kann.

 

Niereninsuffizienz: Schiebe ich die Gründe für all meine Probleme auf Andere? Schiebe ich ihnen meinen Müll zu? Das Gift, das ich eigentlich selbst in mir filtern und mich davon reinigen sollte? Arbeite ich nicht mit mir selbst und dem Leben zusammen? Muss der Blutreinigungsapparat diese Aufgabe übernehmen? Habe ich kein Vertrauen ins Leben?

 

Schrumpfniere: Sie symbolisiert ein Aufgeben. Nicht mehr können. Schwach und kraftlos sein. Resignation. Weiterführend lohnt sich auch wieder der Blick auf die Seitigkeit (Welche Niere ist betroffen?).

 

Fragen und Antworten, die hilfreich sein können

  • Wie sehen meine Beziehungen aus? Wie ist meine Beziehung zu meiner Mutter, meinem Vater?
  • Meine Partnerschaftsbeziehung?
  • Welche Probleme in meinen Beziehungen habe ich liegen oder sogar versteinern (Nierensteine) lassen?
  • Bin ich mir selbst gegenüber hart und unnachgiebig? (Nierensteine bzw. Gefahr, sie zu entwickeln)
  • Anderen gegenüber hart sein (hohe Erwartungen, die nicht erfüllt werden können?)
  • Will ich meine Beziehungsprobleme nicht sehen?
  • Warum nicht? Könnte sich etwas verändern? Wenn ja - was?
  • Will ich meinem Partner nicht zuhören? (z. B. Tinnitus?)
  • Wovor habe ich Angst? Welche Angst beherrscht mich?
  • Habe ich Angst, etwas oder jemanden zu verlieren? Eine Person? Etwas, das ich aufgebaut habe? Eine Vision?
  • Angst um mein Leben? Hat es jemand darauf abgesehen?
  • Angst, attackiert zu werden?
  • Angst, Dinge in meinem Leben zu verlieren, die mir Halt und Sicherheit geben? Welche sind das?
  • Konfliktangst?
  • Angst, enttäuscht zu werden?
  • In welchem Bereich meines Lebens habe ich mir ein Idealbild geschaffen, das nicht bestanden hat und nicht bestehen konnte (Enttäuschung)?
  • Fühle ich mich als Opfer der Umstände oder Opfer einer Person? Opfer des Lebens/ des Universums/ Gottes?
  • Angst, die ich nicht zum Ausdruck bringen möchte/kann oder mir selbst nicht eingestehen will?
  • Welche immer wiederkehrenden Gedankenmuster und Ideen und Emotionen beherrschen mich, die mich schwächen?
  • Liebe ich meinen Körper, oder lehne ich ihn ab?
  • Bin ich freundlich verbunden mit meinem Körper? Spüre ich ihn?
  • Liebe ich mich, bedingungslos?
  • Wie lebe ich meine Sexualität?
  • Habe ich zu hohe Erwartungen in Bezug auf meinen Partner/meine Partnerin? Oder mein/e Kind/er? Inwieweit bin ich fähig, meine eigenen Erwartungen zu erfüllen?
  • Oder bin ich in bestimmten Situationen zu unterwürfig?
  • Wann und wo fühle ich mich machtlos? Immer wieder.
  • Was lässt mich glauben, das Leben/die Welt sei ungerecht (Thema Disharmonie und enttäuschte Erwartungen)?
  • Kann ich leicht Entscheidungen treffen?
  • Ist da vielleicht auch eine Angst vor Wasser / Flüssigkeit? Vor dem Ertrinken?
  • Schiebe ich die Ursache meiner Probleme auf andere?

Der Heilprozess

Der Heilprozess führt hin zur Erkenntnis dessen, was die Krankheit verursacht hat (emotionale ungelöste Konflikte, alte schwächende Glaubenssätze, Trauma, Fremdenergien, Familiensystem, Epigenetik). Und somit dazu, in sich selbst seine nötigen und vorhandenen Ressourcen zu finden. Wir finden zurück zu unserer inneren Kraft, Wärme, Gelassenheit - und stärken damit das Vertrauen in unseren inneren Heiler.

 

Denn Körper und Geist sind IMMER darauf ausgerichtet, wieder in eine natürliche Ordnung zurückzukehren. Das ist die Selbstheilungskraft, die uns allen innewohnt.

 

 

Zum Schluss . . .

In meiner Praxis ist die Psychosomatik und die Organsprache Schwerpunkt. Das heißt, ich begleite dich gerne, wenn du die tieferen Ursachen und die Botschaft deines Körpers und deiner Seele erkennen und erfahren möchtest.

 

Diese Körper-Seelen-Arbeit erfordert deine Mitarbeit. Und manchmal ist es wirklich ARBEIT. Eine Arbeit, die sich in jedem Fall lohnt. Das zeigen unzählige Behandlungserfahrungen, die ich mit so vielen Patient*innen schon machen durfte.

 

Wenn du mehr zu diesem Thema wissen möchtest, abonniere meine Facebook-Seite. Ich werde regelmäßig zu verschiedenen Organen / Krankheitsbildern Informationen in diesen Blog und auf meine Facebook-Praxisseite stellen.

 

Du kannst mich auch gerne anschreiben (hier oder in fb oder per email), wenn du weitere Fragen hast.

 

Außerdem würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen.

Vielleicht magst du ja auch erzählen, ob du schon Erfahrungen mit der Organsprache und den Seelenbotschaften über den Körper gemacht hast?

 

Ich danke dir sehr für das Lesen bis hierher und wünsche dir eine gute, freudvolle Zeit und Gesundheit!

 

Herzlichst,

Corinna

 

Mehr zum Thema Psychosomatik und Organsprache kannst du in diesem Blogartikel von mir lesen.

 


Bilder: pixabay.de und eigene; Quellen: Christiane Beerlandt (Der Schlüssel zur Selbstbefreiung); Jaques Martel (Mein Körper-Barometer der Seele); Claudia Rainville (Metamedizin - Jedes Symptom ist eine Botschaft);

Kommentare: 3
  • #3

    Martina Ferber (Donnerstag, 14 Februar 2019 17:00)

    Liebe Frau Stübinger, über die fb-Seite von Spiritualität im Alltag bin ich auf Sie gestoßen. Ihre Arbeit finde ich sehr spannend. Ich schließe Ende Februar meine Ausbildung zur TouchLife Massage Praktikerin ab. Während meiner Übungsmassagen konnte ich an mir und an meinen Klienten bereits Reaktionen auf der Seelenebene bemerken. Da ich mich noch nicht mit der seelischen Seite der Organe beschäftigt habe, aber schon mal davon gehört habe, finde ich Ihre Ausführungen dazu sehr bereichernd. Vielen Dank!! Herzliche Grüße
    Martina Ferber

  • #2

    Tina Peel (Mittwoch, 06 Februar 2019 14:16)

    Das mit dem Bezug zu den Ohren war mir jetzt neu - faszinierend!

  • #1

    Barbara (Mittwoch, 06 Februar 2019 14:02)

    Ui, das ist ja wieder ein spannender Artikel!
    Den Zusammenhang mit den Ohren finde ich spannend, das war mir absolut neu.
    Vielen lieben Dank für all die tollen Infos! �❤