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Organsprache #04 Gelenkschmerzen

Bedeutung der Gelenke in der Organsprache

Im körperlich-anatomischen Sinne halten Gelenke unseren Körper beweglich und flexibel. Sie sind die Verbindungsstücke zwischen verschiedenen Knochen und Strukturen und durch sie sind wir fähig, uns langsam oder schnell fortzubewegen, Dinge zu greifen, den Kopf zu drehen, uns zu bücken, zu gestikulieren, u. v. m.

Auf die Anatomie möchte und muss ich gar nicht weiter eingehen, das ist hier zweitrangig.

 

Organsprachlich stehen Gelenke also natürlich auch im übertragenen Sinne für unsere Flexibilität und Beweglichkeit im Geistigen. Also im Denken bzw. in der Umsetzung unserer Gedanken und in der Anpassung an unsere Umwelt und an Situationen.  So stehen die Gelenke auch für Richtungswechsel, sowohl körperlich als auch geistig und mit unserem Bewusstsein.

 

Ein flexibler Geist hilft uns also, uns vorwärts bzw. in eine bestimmte Richtung zu bewegen und die passende Perspektive einzunehmen. Begrenzende und verwirrende Denkmuster jedoch hindern uns daran.

 

Gelenkbeschwerden weisen somit grundsätzlich darauf hin, dass jemand  sich selbst geistig-mental begrenzt und zurückhält, z. B. durch einen Glaubenssatz, einschränkende Denkmuster, einen bestimmten "eingepflanzten" Gedanken, etc.

 

Welcher Körperbereich und welche Seite betroffen ist, und wie ausgeprägt die Beschwerden sind, zeigt uns dann das genauere Thema an, das dahinter steht.

 

 

 

Themen der Gelenke:

Die großen Gelenke, wie Schulter, Hüfte, Knie, Hand, Fuß, Ellenbogen, und die kleineren Gelenke der Finger und Zehen sowie auch die Facettengelenke der Wirbelsäule und das Kiefergelenk sind die am meisten betroffenen Gelenke.

 

Sie zeigen auf, wie es mit der Verbindung zwischen dir und deiner Umwelt, deinen Mitmenschen -privat oder beruflich-, deiner Familie steht, sowie deinem Vorankommen im Leben, und welche ungelösten, unbewussten Konflikte sowie behindernde Denkweisen hinter Beschwerden stehen. Probleme und Schmerzen in Gelenken zeigen auch, inwieweit du bereit und fähig bist, auf deine innere Weisheit zu hören und ihr zu folgen, oder ob du eher äußeren "Autoritäten" folgst, entgegen deiner eigenen, inneren Autorität.

 

Beweglichkeit / Leichtigkeit / Flexibilität im Denken

Steife Gelenke weisen auf starre Gedanken hin bzw. darauf, dass man sich auf etwas Bestimmtes versteift hat (Sturheit, Starrsinn, Groll). Besonders bei den Fußgelenken stelle ich in Behandlungen oft fest, dass -meist- ein Gelenk starrer ist und sich schwerer bewegen lässt. Beim Pulsen zeigt sich ganz oft eine deutliche Veränderung in der Starrheit der Struktur hin zu mehr Beweglichkeit und Leichtigkeit. Gleichzeitig tauchen beim Behandelten oft Ideen, Gedanken, auf, womit die Starre zusammenhängt. Prompt verändert sich die Flexibilität im Gelenk.

 

Effektivität, Handlungsfähigkeit, Tatkraft

Dies betrifft besonders die Gelenke der oberen Extremitäten, wie Hände, Arme, Schultern. Diese symbolisieren unsere Fähigkeit, eine Sache "in die Hand zu nehmen", und ins Tun zu kommen. Hände-Arme-Schultern brauchen wir, um etwas anzupacken. Auf der emotionalen Ebene brauchen wir sie, um z. B. liebevoll umarmen, empfangen und halten zu können.

 

Fortbewegung / Vorwärtskommen im Leben

Ab der Hüfte fußwärts, also bei den unteren Extremitäten, geht es um das Vorwärtsgehen und darum, in eine bestimmte Richtung zu gehen, für die wir uns entscheiden. Wenn wir gehen oder die Richtung wechseln wollen, ist das Knie das Gelenk, das am weitesten vorne steht im Moment der Vorwärtsbewegung. Stell dir vor, eines der Knie funktioniert nicht mehr so, wie es sollte: was passiert dann? Entweder man tritt auf der Stelle, oder das andere Bein hat mehr Schwung als das unbeweglichere, so dass man sich letztlich -im übertragenen Sinne-  im Kreis dreht.

 

Um herauszufinden, um welches Thema meines Lebens es genauer geht, muss das betroffene Gelenk und die Seite des Problems angeschaut werden.

 

Sprichwörtliche Aussagen:

  • Etwas über´s Knie brechen: voreilig sein,  eine Arbeit übereilt (ohne Sorgfalt) erledigen; etwas erzwingen wollen; unüberlegt handeln;
  • In die Knie gehen: demütig sein (niederknien); überlastet sein (der Last nicht standhalten können); kapitulieren; aufgeben; eigene Prinzipien aufgeben, unfreiwillig nachgeben;
  • Keinen Schritt tun zu können: das Gegenteil von "einen wichtigen Schritt gehen". Was hält dich zurück?
  • Einen schlechten Stand haben: sich unsicher fühlen; nicht standhaft genug sein zu können;
  • Weiche Knie: Angst bekommen; aufgeregt sein (positiv oder negativ);
  • Schuss ins eigene Knie: Versagen durch eigene Schuld; sich selbst schaden;
  • Wer rastet, der rostet: Unbeweglichkeit im Denken bewirkt letztlich Starre, ein Stehenbleiben im Leben und im eigenen Entwicklungsprozess;

 

Verbindungen von Gelenken zu Zähnen

Wie jedes Organ, haben auch Gelenke Verbindung und Beziehung zu unseren Zähnen. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei chronischen Gelenkschmerzen die zugeordneten Zähne bei einem ganzheitlich arbeitenden Zahnmediziner ansehen zu lassen. Weiteren Aufschluss können die Fragen geben: 

 

Welches Organ ist damit assoziiert? Welches Wirbelsegment? Und natürlich: welche Lebensthemen, unbewusste Konflikte und Emotionen?

 

Wenn du schon weißt, dass du mit Zahn X ein Problem hast (wurzelbehandelt, "tot", befallen), dann schau dir die energetische Bedeutung genauer an. Es ist auch möglich, herauszufinden, was zuerst da war. Also ob das Problem mit dem Zahn primär oder Folge eines Organ- oder Gelenkproblemes ist.

 

Die "1er"-Zähne zum Beispiel (das sind die 4 vorderen Schneidezähne 11, 21, 31, 41) korrespondieren mit den (hinteren) Knien und den Füßen, wobei der rechte Kieferquadrant mit der rechten Seite in Verbindung steht, und der linke Quadrant mit den linken Extremitäten. Auch hier unterscheidet  dann auch wieder die Seitigkeit über die Themen oder über die archetypischen Prinzipien (männlich, weiblich).

 

Nach M. Caffin stehen diese Zähne aber auch für das "Potential", das ein Mensch bei der Geburt mitbringt. Die 1er stehen für die Beziehung zu Vater bzw. Mutter respektive für die Archetypen (rechts: männlich, Vater - links: weiblich, Mutter). Nach F. Ochsenreither beziehen sich Beschwerden im Oberkiefer auf ungelöste Konflikte zu einer anderen noch lebenden Person.

 

Symbolik von Hand-, Ellenbogen-, Schultergelenken

Handgelenk:

Es zeigt, wie geschmeidig und harmonisch du durch das Leben gehst. Das Handgelenk steht für die Harmonie in dir selbst und die Flexibilität, wie du die Richtung ändern kannst. Zügellos sein zu können (was positiv gemeint ist).

 

Möglicherweise hörst du nicht genug auf dein Inneres, lässt dich zu sehr von außen beeinflussen? In welcher Situation möchtest du die Zügel zu sehr in den Händen halten? Was möchtest du nicht (mehr) tun und wobei besteht eine große Widerwilligkeit? Was würdest du am liebsten verweigern? Und warum tust du es trotzdem? Welches Gefühl ist dahinter? Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn du weitermachst oder dich weigerst?

Woran hindern dich deine Beschwerden? Betrifft es die linke (Gefühl, weiblich) oder die rechte (Verstand, männlich) Seite? Was hat dich aus der Harmonie gebracht? (An) was würdest du gerne festhalten?

 

Ellenbogen:

Sie stehen für das Aufnehmen neuer Eindrücke und Impulse und dafür, offen zu sein für die innere Stimme und die innere Weisheit (Intuition). Entspanntes Empfangen der Signale, die aufgrund Resonanz zu dir kommen (auf körperlicher Ebene: elektrische Impulse. Wir kennen den sogenannten "Musikantenknochen").

Er ist Symbol für das, was du für dich selbst und für andere tust, produktiv und flexibel, entspannt und leicht, helfend und unterstützend.

Die Ellenbogen stehen dafür, sich seinen Weg furchtlos zu bahnen (aber nicht rücksichtslos, wie man das allgemein oft unter "Ellbogenmentalität" versteht) und die Energien dabei ungehindert fließen zu lassen. Sie erlauben dir, deine Hände empfangend zu öffnen.

Sie stehen aber auch -wie die Knie und die Füße- für die Fähigkeit, die Richtung zu ändern, und vor allem dafür, zu seiner Entscheidung zu stehen.

 

Wie sieht es aus mit deinem Selbst-Wert? Bewertest du dich negativ für eine Entscheidung, eine Richtung, die du eingeschlagen hast? Hast du Angst, alleine zu bleiben? Angst, dich falsch entschieden zu haben? Oder Angst, aus deiner Situation nicht mehr herauszukommen?

 

Schultern:

Die Schultern haben zu tun mit der eigenen Kraft und mit einem gewissen Stolz und Selbst-Bewusstsein. Sie symbolisieren deinen Lebensraum, der im besten Fall ganz eingenommen werden soll und darf. Ein Mensch mit starken, gesunden Schultern kann vieles tragen, ohne in die Knie zu gehen. Verstand und Gefühl sind im Einklang, der Mensch ist im positiven Zustand aufgerichtet und ausgerichtet in seiner Mitte. Er glaubt an sich selbst. Und auch in Bezug auf die Umwelt / Mitmenschen besteht eine gute Ausgeglichenheit in der Kommunikation.

 

Welche Last, welche Verantwortung für andere Menschen oder Institutionen trägst du? Fühlst du dich verantwortlich für das Glück eines anderen Menschen? Für den Erfolg der Firma? Für den Erfolg deiner Kinder (Schule, Sport, Ausbildung, Berufsleben, Privatleben)? Nimmst du Niederlagen Anderer persönlich?

Du lässt deine Schultern traurig hängen und glaubst nicht mehr an dich und deine innere Kraft? Du fühlst dich sehr bedrückt? Kannst du deshalb auch deinen Kopf nicht mehr heben und siehst die Welt nur noch aus einer eingeengten Perspektive?

 

Symbolik von Hüfte, Beinen, Füßen

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Hüftgelenke:

Beide sich gegenüberstehende Hüftgelenke stehen in der Organsprache für das Gleichgewicht und das entschlossene Weitergehen in deiner eigenen Entwicklung. Hier ist die Körpermitte, die Verbindung zwischen Rumpf und Beinen - zwischen oben und unten. Eine wichtige Achse, um die der Mensch sich im gesunden Zustand "drehen" kann.  Sie symbolisieren auch die eigene Ausrichtung.

 

Beschwerden zeigen an, dass du in einem Bereich deines Lebens unentschlossen bist, dich nicht entscheiden kannst oder willst. Da ist eine Diskrepanz zwischen Weitergehen und dem Bleiben im bisherigen Zustand. Ein Hin- und Hergerissensein. Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie sich das auswirkt, wenn die Bewegungsfähigkeit einseitig ausgebremst wird. Hier existiert ein Entscheidungs-Konflikt auf gedanklicher und emotionaler Ebene, der sich nicht nur im Hüft-/Beckenbereich zeigt, sondern auch auf die Beine und/oder die Wirbelsäule/den Rücken ausweiten kann.

 

Welche Entscheidung steht an, die Einfluss auf dein Leben hat? Warum willst du die Entscheidung nicht treffen? Wovor hast du Angst? Warum kannst du nicht zu deiner eigenen Entscheidung stehen? Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn du es doch tust? Wer oder was könnte dir dann helfen?

 

Kniegelenke:

Die Knie stehen für die innere Durchsetzungskraft und das stolze ICH. Innere Anspannung oder Hin- und Hergerissenheit, die zunächst nicht wahrgenommen oder verleugnet wird, spüren wir oft in den Knien. Hier zeigt sich auch die Fähigkeit, uns freiwillig zu beugen und nachzugeben. Sie sind aber auch die ersten "Richtungsanzeiger". Denn wenn Mensch sich nach vorne in Bewegung setzt, stehen die Knie an "vorderster Front".

 

Ein Thema beschäftigt viele Menschen sicher auch heute noch: Das Hinknien als Demut und Unterwerfung zeigende Haltung. Vor allem in der katholischen Kirche. In früheren Zeiten war das Knien (oft auf unebenem Boden oder auf einem Stock) auch eine Foltermethode, um den Willen zu brechen. Und natürlich gilt es als Unterwürfigkeit, Unterlegenheit, Sühne und Buße. Ich bin dankbar, dass sich das heute verändert. Doch wir dürfen das kollektive Bewusstsein nicht unterschätzen! Im morphogenetischen Feld und in Familiensystemen sind diese negativen Assoziationen immer noch gespeichert.

 

Gibt es einen Bereich deines Lebens, in dem du zu nachgiebig oder zu beeinflussbar bist? Oder zu unflexibel?  Vor wem oder was möchtest du dich keinesfalls (ver)beugen / verbiegen? Hast du in einer Situation um des lieben Friedens willen nachgegeben, aber der Frieden in dir stellt sich nicht ein? Gibt es einen Konflikt mit deiner Mutter, deinem Vater, oder deinem Kind?

 

Fußgelenke:

Sie stehen für das stabile Fundament, auf das du dich und dein Selbst stützen kannst. Und dafür, letztlich in die Richtung zu gehen, für die du dich entschieden hast, immer ganz flexibel. Du folgst deiner inneren Stimme, bist vollkommen mit und bei dir. Du kannst alle Biegungen und Wendungen leicht nehmen. Dein Denken ist ebenfalls flexibel und offen und du hast keine Angst vor deinen Emotionen.

 

Was hindert dich daran, den Weg zu gehen, für den du dich entschieden hast? Warum gehst du nicht leichtfüßig weiter in die Richtung, in die es dich zieht? Was oder wer hält dich zurück (Etwas oder jemand im Außen? Ein innerer Boykotteur?)?

 

 

Beispiele von Beschwerden der Gelenke und ihre möglichen emotionalen/psychischen Hintergründe:

Entzündungen:

Wenn eine ständige geistige Anspannung (viele Gedanken und Sorgen, Ängste, die dich beherrschen) und damit permanente geistige Impulse "gefeuert" werden, ist das Gelenk auf der körperlichen Ebene ebenfalls permanenter "Befeuerung" (Nervensystem) ausgesetzt. Es kann eine Entzündung entstehen.

 

Entzündungen bewirken Handlungs- und Bewegungsunfähigkeit. Richtungsänderung fällt ebenfalls schwer. Hieraus entstehen dann oft Muster wie Zögerlichkeit, Trägheit oder scheinbare Gleichgültigkeit. Damit zeigst du mangelndes Vertrauen in das Leben.

 

Arthrose

Nichtentzündliche, chronische Gelenkschmerzen, bei der die Gelenke degenerieren. Bei Polyarthrose sind mehrere Gelenke symmetrisch auf beiden Seiten betroffen. Gelenke fühlen sich wie verhärtet und kaum noch beweglich an bzw. schmerzen bei Bewegung und Druck.

Diese Symptomatik weist auf eine Verhärtung im emotionalen Bereich hin, meist in Bezug auf eine nahestehende Person, der gegenüber du zu irgendeinem Zeitpunkt dein Herz verschlossen hast. Das verschlossene Herz kann auch mit einer bestimmten Situation zu tun haben, oder sogar mit dem Leben selbst.

 

Frage dich:

Wem gegenüber empfinde ich immer noch Groll oder sogar Hass oder Rachegefühle?

Wem gebe ich die Schuld an meinen Misserfolgen oder meiner Einsamkeit?

Wann und warum habe ich mein Herz verschlossen? Wen möchte ich nicht mehr hineinlassen?

Welche Gedanken verhärten meine Gefühle? Wem oder was gegenüber bin ich hart geworden?

Woran hindern mich die Gelenkschmerzen (je nach Lokalität ist das ein Hinweis auf das nähere Thema)?

 

Arthralgie (Gelenkschmerzen ohne weitere sichtbare Symptome und Laborwerte)

Das hat etwas zu tun mit Struktur. Möglicherweise hast du in deinem Denken zu wenig Struktur, so dass du im Außen danach suchst. Dann kann es sein, dass du dich zu eng an alte Glaubensmuster und "Regeln" hältst. Nach dem Motto "das hat man immer schon so gemacht" oder "das gehört sich so". Aber du kommst damit nicht gut zurecht, weil diese starren Regeln nicht deiner Natur entsprechen. Du musst dich verbiegen und beugen, anstatt deiner inneren Weisheit und Stimme zu vertrauen, geradeaus zu gehen und damit selbst zu entscheiden, wer du -auch im Außen- sein möchtest. Du vertraust dir selbst nicht genügend und erreichst dadurch nicht deine wirkliche Tiefe.

 

Frage dich:

Nach welchen starren, rigiden Regeln lebst du? Welche alten Glaubenssätze begleiten dein Leben immer noch?

Gegen wen oder was kämpfst du so sehr, dass es weh tut? Werde dir klar darüber, dass du im Grunde genommen gegen dich selbst kämpfst. Du siehst oder akzeptierst dein liebenswertes eigenes Wesen nicht.

Für was kritisierst du Menschen (und damit dich selbst)?

 

Rheumatoide Arthritis (primär chronische Polyarthritis)

Diese chronisch-entzündliche Form der Arthritis kommt sehr häufig vor. Zunächst sind die kleinen Gelenke (Zehen, Finger) betroffen, die Entzündung greift dann aber auf die größeren Gelenke über, wenn sie unbeachtet bleibt. Diskutiert wird in der Schulmedizin ein Autoimmungeschehen. Das heißt, dass der Körper sich selbst angreift. Organsprachlich kann das bedeuten, dass du dich selbst angreifst, dir selbst (und anderen) gegenüber intolerant und rigide bist. Auch hier zeigt die Örtlichkeit der Beschwerden und Schmerzen das nähere Thema auf.

 

Frage dich:

In welcher Hinsicht wertest du dich selbst ab?

Bist du intolerant, dir selbst oder anderen gegenüber? Was verurteilst du ständig? Was kannst du nicht akzeptieren? Wen oder was kritisierst du permanent?

Fühlst du dich als Opfer?

Erinnere dich: gibt es etwas, das dir in der Vergangenheit getan oder gesagt wurde und das dich verletzt und wütend gemacht hat? Etwas, das du nicht akzeptieren konntest und immer noch nicht kannst? Etwas, das du als demütigend und entwürdigend empfunden hast? Besteht hier immer noch ein (heimlicher) Groll? So sehr, dass sich dein Herz zugeschnürt hat?

Vergleichst du dich mit anderen und schneidest scheinbar schlechter dabei ab?

Bist du vielleicht deshalb perfektionistisch, um deiner Umwelt zu gefallen und um geliebt und anerkannt zu werden?

 

Verstauchung / Verrenkung des Fußgelenks (Sprunggelenk)

Verletzungen am Sprunggelenk verhindern, dass du nicht mehr "auf dem Sprung" sein kannst. Du kannst nicht mehr schnell reagieren, die Richtung wechseln, dich anpassen. Du kannst nicht mehr tanzen, springen. Bist blockiert in deiner Freude und Fröhlichkeit. Du kannst im Moment nicht mehr vorankommen, stehst auf der Stelle und musst ruhen.

 

Frage dich:

Was hindert dich daran, weiter mit Leichtigkeit in die Richtung zu gehen, in die du möchtest? Was hat dich entmutigt?

Oder hast du ein schlechtes Gewissen, weil du diesen Weg verfolgst, vor dem andere dich gewarnt haben oder von dem man dich abbringen wollte? Ist da eine Sturheit, die dich veranlasst, diesen eingeschlagenen Weg weiterzugehen? Oder fühlst du dich "klein" und minderwertig?

 

Du darfst dir in der Ruhe, die dir die Verletzung beschert hat, Klarheit darüber verschaffen, ob du die Richtung überdenken solltest, oder ob du deiner Umwelt gegenüber wirklich sicher genug auftrittst und deinen Weg unbeirrt und selbstsicher weitergehen kannst.

 

Koxarthritis (Entzündung des Hüftgelenks)

Die Hüftgelenke stehen für dein Gleichgewicht und die Balance in deinem Leben sowie dafür, dich fest entschlossen und kraftvoll auf (d)einen Weg zu machen. Schmerzen hindern dich daran. Du fühlst dich machtlos und wütend. Wut ist möglicherweise für dich im Moment nicht fühlbar - sie kann tief sitzen und unbewusst in dir schwelen.

Es fühlt sich möglicherweise an wie ein äußerer Panzer, der dich zusammendrückt, einengt. Der dir deine Leichtigkeit und deine Beweglichkeit nimmt. Und der dich hart und undurchdringlich werden lässt. Deine weiche Natur wird völlig unterdrückt und verschlossen. Der Schmerz in dir, der sich über deinen Körper ausdrückt, ist Energie, die zum Bersten gestaut ist und nicht fließen darf (Flexibilität/Bewegung, Kreativität, Körperlichkeit).

 

Frage dich:

Ist der Mensch, den du im Spiegel siehst, wirklich du? Mit all deinen Sehnsüchten, deiner Wärme, deiner Freundlichkeit und Liebe, mit deiner Offenheit und Aufrichtigkeit? Hörst du wirklich wirklich auf deine tiefsten Wünsche und deine innere Stimme? Auf die Sehnsucht deiner Seele? Oder hast du sie immer und immer wieder übergangen und weggeschoben?  Machst du als Opfer deine Umwelt oder Umstände für dein Schicksal verantwortlich?

Bist du gerne hier? Bist du verbunden mit der Erde und dem Leben? So richtig geerdet? Oder misstraust du dem Leben?

 

Schultergelenkschmerzen

(Frozen shoulder, Impingement Syndrom, u.a.)

Wie schon oben beschrieben, geht es bei den Schultern um Lasten, die wir tragen bzw. zu große Lasten.  Schultern sind die Verbindungsstelle vom Rumpf zu den Armen/Händen. Schmerzen weisen darauf hin, dass du zu viel für andere trägst und auch zu viel tun möchtest bzw. glaubst, tun zu müssen. Es entstand ein Gefühl, verantwortlich zu sein für andere und deren Glück. Das Problem dabei ist, dass du denkst, eine Verpflichtung gegenüber anderen zu haben und deshalb für sie trägst und/oder handelst. Es ist aber nicht so, dass du all das nicht mehr tun sollst, sondern dass du es aus Liebe und Freude heraus tust. Nicht aus einer vermeintlichen Verpflichtung heraus. Denn Verpflichtung bedeutet Zwang und es bedeutet, gegen dein inneres Gefühl und entgegen deiner inneren Stimme zu agieren. Deine Schulterschmerzen zeigen dir das deutlich.

 

Wir alle tragen immer mal wieder Dinge für andere Menschen, ganz besonders für uns nahestehende. Das ist völlig in Ordnung und wir können das auch gut halten, solange wir uns nicht übernehmen und solange der Mensch, für den wir tragen, das momentan nicht selbst tun kann. Und solange wir das aus Liebe tun.

 

Schmerzhafte Bewegungseinschränkung bedeutet, dass du daran gehindert bist, zu umarmen und/oder mit offenen Armen zu empfangen. Was kann man umarmen und empfangen? Menschen. Dinge. Visionen. Sich selbst.

 

Frage dich:

Welche Aufgaben und Lasten, die du übernimmst oder dir auferlegst, sind unnötig? Welche davon sind DEINE und welche nicht? Welche davon trägst du gerne? Für wen? Und warum?  Hast du den Wunsch, dadurch geliebt und anerkannt zu werden? Oder glaubst du, der Andere kann das nicht selbst? Hast du ein Versprechen abgegeben, für einen Menschen zu sorgen, dich zu kümmern?

 

Vielleicht möchtest du deine Entscheidung ja überdenken und verändern? Das kannst du jederzeit tun! Achte auf deine eigenen Grenzen, und respektiere die Grenzen des Anderen (denn er muss seine Lebenserfahrungen selbst machen, um zu lernen und zu wachsen). Triff eine neue Entscheidung: welche Last willst und kannst du tragen? Welche kannst du loslassen?

Kümmere dich vor allem um dich und die Liebe zu dir selbst. Dies ist dein gutes (Geburts-)Recht. Und gestehe anderen zu, die Kraft zu haben, ihre eigenen Lasten tragen zu können.
 

Der Heilprozess

Der Heilprozess führt dich hin zur Erkenntnis dessen, was die Krankheit verursacht (emotionale ungelöste Konflikte, alte schwächende Glaubenssätze, Trauma, Fremdenergien, Familiensystem, Epigenetik). Und somit dazu, in dir selbst deine nötigen und vorhandenen Ressourcen zu finden. Du findest zurück zu deiner inneren Kraft, Wärme, Gelassenheit - und stärkst damit das Vertrauen in deinen inneren Heiler.

 

Denn Körper und Geist sind IMMER darauf ausgerichtet, wieder in eine natürliche Ordnung zurückzukehren. Das ist die Selbstheilungskraft, die uns allen innewohnt.

 

 

 

Zum Schluss . . .

In meiner Praxis ist die Psychosomatik und die Organsprache Schwerpunkt. Das heißt, ich begleite dich gerne, wenn du die tieferen Ursachen und die Botschaft deines Körpers und deiner Seele erkennen und erfahren möchtest.

 

Diese Körper-Seelen-Arbeit erfordert deine Mitarbeit. Und manchmal ist es wirklich ARBEIT. Eine Arbeit, die sich in jedem Fall lohnt. Das zeigen unzählige Behandlungserfahrungen, die ich mit so vielen Patient*innen schon machen durfte.

 

Wenn du mehr zu diesem Thema wissen möchtest, abonniere meine Facebook-Seite. Ich werde regelmäßig zu verschiedenen Organen / Krankheitsbildern Informationen in diesen Blog und auf meine Facebook-Praxisseite stellen. Du kannst mich auch gerne anschreiben (hier oder in fb oder per email), wenn du weitere Fragen hast. Außerdem würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen.

 

Vielleicht magst du ja auch erzählen, ob du schon Erfahrungen mit der Organsprache und den Seelenbotschaften über den Körper gemacht hast?

 

Ich danke dir sehr für das Lesen bis hierher und wünsche dir eine gute, freudvolle Zeit und Gesundheit!

 

Herzlichst, Corinna

 

Mehr zum Thema Psychosomatik und Organsprache kannst du in diesem Blogartikel von mir lesen.

 

Quellen: Christiane Beerlandt (Der Schlüssel zur Selbstbefreiung); Jaques Martel (Mein Körper-Barometer der Seele); Claudia Rainville (Metamedizin - Jedes Symptom ist eine Botschaft);Bilder: pixabay.de und eigene;

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Manuela Lamberti (Samstag, 23 März 2019 10:53)

    Liebe Corinna,

    herzlichen Dank für diesen umfassenden und klärenden Artikel zu den tieferen Ursachen von Gelenkbeschwerden. Das ist eine wunderbare Aufklärungsarbeit, die du damit machst!

    Herzliche Grüsse,
    Manuela