Organsprache und Psychosomatik

Die Organsprache oder Organkommunikation ist ein spannendes Feld und wenn man sich darauf einlässt, könnte man durchaus überrascht sein, was uns ein Körper zu erzählen hat. Denn in unserem Körper - in jeder einzelnen Zelle - sitzt eine unglaubliche Weisheit. Es ist schade, wenn man oft unbewusst und unbedacht von "blöden Schmerzen" spricht oder dass das "Knie wieder mal spinnt". Denn unser Körper will uns ja keine auswischen, sondern uns helfen, zu verstehen, dass wir es in der Hand haben, wie gesund auf allen Ebenen wir sind - oder sein können. Die Psychosomatik bedeutet nichts anderes, als "aus der Tiefe der Seele in den Körper".

Der Körper im Ganzen wird von einem Energiefeld umgeben und durchströmt. Nennen wir es der Einfachheit halber Aura (es gibt viele unterschiedliche Felder und Frequenzen, darauf werde ich jedoch in einem anderen Artikel eingehen). Auch jedes Organ und jede einzelne Zelle besitzt eine Aura mit einer eigenen Schwingung (elektromagnetisches Feld).

Jedes Organ, jedes Körperteil, egal wie klein oder groß es ist, ist ein Teil des Gesamtbewusstseins des Körpers. Man kann auch von Organ- und ZellSEELEN sprechen, die wiederum ein eigenes Bewusstsein haben, das eng verbunden ist mit dem Gesamtbewusstsein des Körpers und des Menschen. Im Falle von emotionalem Stress, der z.B. bei Verletzungen jeglicher Art entsteht, wie z.B. durch Unfall, Operation, Misshandlung, oder durch psychische Verletzungen und emotionale Konflikte, wird die Stress-Energie im Energiesystem des Körpers gespeichert - nicht irgendwo, sondern im Energiesystem eines Organs und den entsprechenden Zellen. Da ja nun alle Zellen durch ihre Energiefelder und ihr Bewusstsein mit dem größeren Ganzen verbunden sind, ist das unbewusste Wissen um das vorangegangene Erleben sowie die damit verbundene Emotion also in jeder einzelnen Zelle gespeichert. Man nennt das Zellgedächtnis.
Auch das Nervensystem spielt hierbei eine große Rolle (neuronale Verbindungen).

Es entsteht eine energetische Blockade, d.h., die Lebenskraft (Chi, Prana, Atem des Lebens, etc.) kann nicht mehr ungehindert fließen. Stau/Überfülle und/oder Unterversorgung/Mangel entstehen, was zu einer Disharmonie im System führt und damit irgendwann auch zu körperlichen Symptomen.
Die Energie, die zur Aufrechterhaltung der Blockade gebraucht wird, steht dem Körper-Energie-System nicht mehr zur Verfügung, was im äußersten Fall auch zu einer Schwächung des Allgemeinzustandes führen kann.

So eine Blockade nennt man z.B. in der Craniosacraltherapie auch Energiezyste, was ich persönlich sehr treffend finde, da die mit dem dramatischen Erleben einhergehende Emotion, die ja immer eine sehr schmerzhafte, negative ist, quasi eingekapselt wird. Das geschieht zu allererst einmal zum Schutz der Psyche und der Seele, die im Moment des Geschehens nicht oder schwer damit umgehen kann. Von daher also ein wunderbarer Schutzmechanismus unserer Seele.

Im Schamanismus nennt man diesen Vorgang auch Seelenabspaltung und vielleicht hat der/die eine oder andere Leser ja auch schon einmal etwas von schamanischer „Seelenrückholung“ gehört. Das bedeutet nichts anderes, als diesen Teil der Seele wieder ins Gesamtsystem Mensch zu re-integrieren, indem man den Auslöser bzw. die Ursache der Einkapselung bzw. Abspaltung findet und heilt.

Diese Energiezyste löst sich meist nicht von selbst auf, und es kann sein, dass sie über sehr lange Zeit bestehen bleibt, manchmal über Jahrzehnte.
Das unser Körper und unser Energiesystem aber IMMER bestrebt ist, heil zu sein, werden permanent Wege gesucht, diesen Zustand -wieder- zu erlangen. Unser sogenannter "innerer Heiler" (Selbstheilungskraft) ist ständig bemüht, einen Zustand von Gesundheit, Wohlbefinden, Harmonie und Ordnung zu erlangen bzw. aufrecht zu erhalten (Ordnung = Heil; Unordnung = Un-Heil = Krankheit).

Hören wir nicht auf die ersten Signale, melden sich nach einiger Zeit körperliche Schmerzen oder funktionale Erkrankungen, z.B. in Gestalt von Rückenschmerzen, Herzbeschwerden, Reizdarm oder sogar Colitis ulcerosa, Asthma, Neurodermitis, Arthrose/Arthritis, Bluthochdruck, Fehlhaltungen, Schilddrüsenfehlfunktion, Magenschmerzen, u.v.a.

Sehr oft erhält man vom Arzt die Diagnose „idiopathisch“, was bedeutet, dass man medizinisch keine Ursache findet. Das bedeutet, die Erkrankungen, die Schmerzen, die Beschwerden, die Symptome …. sind psychosomatisch.
Psychosomatik bedeutet also letztlich, dass Seele und Psyche sich über den Körper ausdrücken und zu uns sprechen. Wir können der Weisheit unseres Körpers also eigentlich sehr dankbar sein.

Der bekannte Geistheiler Horst Krohne sagte, dass es oft eine sehr lange Latenzphase gibt zwischen Ursache und Erkrankung - folglich müsse es auch eine langanhaltende, körperliche „Erinnerung“ an die ursprüngliche Ursache geben.

Ignorieren wir diese Rufe nach Hilfe und Auflösung, werden die Symptome deutlicher, mitunter schmerzhafter oder zeigen sich in schwereren (tieferen) Krankheiten.

Besonders die Wirbelsäule und Gelenke, aber auch Organe wie Herz, Schilddrüse, Lunge, Leber/Gallenblase, Darm, Nieren und Haut sind hier von großer Bedeutung.

Bekannte Sprüche und Analogien sind oft nicht von der Hand zu weisen, wie z.B.

    eine Laus über die Leber gelaufen
    Galle überlaufen
    an die Nieren gehen
    etwas zum Kotzen zu finden
    sich vor Angst in die Hosen zu machen
    etwas macht Magenschmerzen
    die Angst sitzt im Nacken
    etwas macht Kopfzerbrechen
    einen Kloß im Hals zu haben
    vor Schreck wie gelähmt zu sein
    die Nase gestrichen voll zu haben
    der Atem stockt
    sich in seiner Haut nicht wohl zu fühlen
    „Schiss“ zu haben
    die Augen vor etwas zu verschließen
    und viele mehr.

Da nun davon ausgegangen wird, dass alle Organe und alle Zellen auch eine Seele und Bewusstsein haben bzw. mit der Gesamtseele verbunden sind, können wir diese ansprechen.

Auch die Verständigung zwischen den Organen und Systemen im Körper sollte gut und harmonisch sein.

Durch Organsprache kann herausgefunden werden, was der Körper uns mitteilen möchte und welcher unerlöste Konflikt auf Auflösung wartet, oder was für eine festgehaltene Emotion aus einer traumatischen Erfahrung, die nicht verarbeitet wurde, hinter einem körperlichen Schmerz steckt. Diese „Botschaften der Seele“ gilt es wahrzunehmen, zu erkennen, und freizulassen.

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Innerer Dialog:
In tiefer Entspannung ist es möglich, mental in einen Dialog mit dem betreffenden Organ oder System zu treten, um herauszufinden, was die Ursache für die Beschwerde ist. Die „Gespräche“, die sich manchmal entwickeln, sind oft spannend und berührend.

"Gefühlsmandala" (nach Klinghardt; aus der Psychokinesiologie):
Hier wurden aus langjährigen Erfahrungen den physischen Organen Emotionen zugeordnet. Dieses sogenannte Gefühlsmandala kann uns eine Hilfe sein, um evtl. an eine tieferliegende Ursache der Beschwerde zu gelangen, wenn ansonsten die Kommunikation mit dem Organ nicht zustande kommt, aus welchem Grund auch immer.

Seelenreise (mit Ansätzen aus dem Systemischen Stellen):
Man geht mit dem Bewusstsein in das Organ und fühlt sich in dieses hinein: Wie fühlt es sich, warum fühlt es so, was braucht es, was möchte es, wie steht es zu anderen, einzelnen Organen, etc.

Energetisch-spirituelles Heilen:
Durch Gedanken der heilenden Absicht und verschiedene mögliche Methoden kann die gefundene Belastung gelöst und das Energiesystem sowie der Organismus harmonisiert werden.

Energetische Körperarbeit:
Bei Methoden, wie z.B. der Craniosacraltherapie oder dem Holistic-Pulsing ist der Behandler in engem Kontakt mit dem Körper. Dabei nimmt er aber auch Kontakt mit dem Energiesystem und allen Gewebestrukturen auf. Er kann sich mit all diesen Strukturen auf geistig-mentaler Ebene verbinden und in einen inneren Dialog mit ihnen eintreten.

Innere Körperreise:
Der Klient wird in Entspannung zu einer „Reise“ durch den Körper zu dem betroffenen Organ oder dem Schmerzpunkt angeleitet, wo dann wiederum ein Dialog entstehen kann.

Homöopathie, Bach-Blüten, sonstige Essenzen:
Auch diese Methoden sind gut geeignet, den Heilungsweg begleitend zu unterstützen, weil das richtige Mittel sehr tief und auf mehreren Ebenen ansetzen kann, um einen Heilimpuls zu setzen.

Unser Gedankenfokus kann eine enorme Wirkung haben auf einzelne Organe.Wir wissen längst, dass z.B. bei Herzrasen die meditative Fokussierung und die liebevolle Aufforderung an das Herz, ruhig zu werden und gleichmäßig zu schlagen, Wirkung zeigt. Deshalb wird auch mittlerweile von Ärzten gerne bei dieser Problematik empfohlen, entspannende Methoden wie Autogenes Training oder eben Meditation zu erlernen.

Warum sollte das bspw. bei Magenschmerzen nicht ebenso wirken? Oder bei Darmproblemen. Oder bei Rückenschmerzen. Und bei systemischen Erkrankungen. Und bei nervösen Problematiken. Und und und...
In Experimenten und Kollegenkreisen wurde schon mehrfach festgestellt, dass gerade bei dieser Gedankenfokussierung sich z.B. Leberwerte signifikant positiv veränderten, wenn der Betroffene immer wieder die (liebevolle) Aufforderung an die Leber (und die Nieren) gab, zu entgiften.

Auf diese verschiedenen Weisen können wir mit all unseren Organen und Systemen in Kontakt gehen und sie in ihrer Funktion positiv beeinflussen und stärken, bzw. Blockaden auflösen und dafür sorgen, dass Organe und Systeme sowie der Körper in seiner Gesamtheit wieder optimal funktionieren.

 

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