Pankreas/Bauchspeicheldrüse: Die Goldene Mitte des *ICH*

Die Begriffe Pankreas oder Bauchspeicheldrüse erscheinen erstmal ziemlich unspektakulär und wenig spirituell. Doch das ist weit entfernt von der Wahrheit. Dieses Organ hat einen enormen Einfluss auf etliche Funktionen des Körpers, sowie auch auf energetischer und spiritueller Ebene.
Auf körperlicher Ebene produziert das Pankreas lebenswichtige Verdauungsenzyme sowie die Hormone Insulin und Glukagon. Diese beiden sind Gegenspieler (Antagonisten) und regulieren gemeinsam den Blutzuckerspiegel: Insulin senkt ihn, Glukagon hebt ihn an. Der Körper ist bestrebt, diese beiden Pole in Balance zu halten – ein dynamisches Gleichgewicht, das für unsere Energieversorgung, unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden entscheidend ist.
Wie so oft zeigt sich auch hier: Wo im Körper etwas reguliert, ausgeglichen und vermittelt wird, liegt meist ein tieferes Thema verborgen.
Solarplexus: Zentrum des *ICH*

Der Solarplexus ist nicht nur ein anatomisches Nervengeflecht, sondern ein feinstoffliches Zentrum von großer Bedeutung. Er steht für:
- das ICH-Bewusstsein
- den eigenen Willen
- Selbstermächtigung und Eigenmacht
- unser Bauchgefühl
- unsere Art zu bewerten: Mitmenschen, Situationen - und vor allem uns selbst.
Hier liegt unsere innere Mitte. Ein Ort, an dem sich Erde und Himmel in uns begegnen. Und an dem Dualitäten ausgeglichen werden. Wo aus Zweiheit wieder Einheit entstehen kann.
Ist dieser Bereich blockiert oder aus dem Gleichgewicht geraten, verliert der Mensch den Kontakt zu sich selbst. Er fühlt sich innerlich getrennt, nicht mehr verbunden mit seiner eigenen Weisheit, seiner Selbstliebe und Selbstachtung. Zurück bleiben Gefühle wie Unzufriedenheit, Frustration, Traurigkeit oder eine tiefe, oft diffuse Sehnsucht – ohne genau benennen zu können, wonach.
Suche nach Süßem = Suche nach Liebe und Anerkennung
In der Organsprache zeigt sich beim Pankreas häufig ein zentrales Thema: die eigene Wertschätzung.
Im übertragenen Sinn ist SUCHE eine SUCHT: Die Sucht nach Süßem ist auf dieser Ebene mehr als ein Ernährungsproblem. Symbolisch steht sie für die Suche nach Liebe, Anerkennung, Bedeutung und Gesehenwerden. Fehlten diese Qualitäten in der Kindheit, entsteht ein inneres Gefühl von Mittelmäßigkeit, Unwichtigkeit oder Unzulänglichkeit, das bestimmend ist für deine Gedanken- und Gefühlswelt. Der eigene Wert wird nicht erkannt, oft sogar aktiv abgewertet.
Es beginnt eine äußere Suche nach dem, was innerlich fehlt. Nicht ahnend, dass Liebe nichts ist, was wir uns verdienen oder im Außen finden müssen. Denn: Wir sind aus Liebe entstanden. Das ist unsere Essenz.
Wir SIND Liebe. Und damit alles, was durch sie hervorgebracht wird:
Anerkennung, Respekt, Würdigung, Herzenswärme, Gesehenwerden,
Ehrerweisung - und die Bedingungslosigkeit all dieser Schätze.
Doch auf diesem Weg der verzweifelten Suche werden wir immer mehr und öfter mit schmerzhaften Überzeugungen und Glaubensätzen konfrontiert, die sich sehr ähnlich sind. Wie beispielsweise
- Wer bin ich denn schon?
- Ich bin doch nur mittelmäßig.
- Ich werde niemals gut genug sein.
- Ich bin lächerlich. Unwichtig.
- Ich bin nicht liebenswürdig. Ich bin nicht schützenswert.
- Andere lieben? Wie soll das gehen, wo ich die Liebe doch gar nicht kenne!
Wir werten uns selbst immer und immer wieder ab, verweigern uns der Liebe zu uns selbst. Das Ego mit all seinen Schutzschichten leistet ganze Arbeit, indem es diese Überzeugungen hartnäckig aufrecht erhält.
ICH-Kraft: MACHT und OHNMACHT
Organsprachlich ist das Pankreas eng mit dem Thema ICH-Kraft verbunden. Ist der Solarplexus durch destruktive Glaubensmuster geschwächt, kann sich innere Macht in Ohnmacht verkehren. Viele Betroffene fühlen sich hilflos, ausgeliefert oder dauerhaft unter Druck – manchmal als Grundgefühl ihres Lebens.
Hier zeigt sich eine tiefe Verbindung zwischen innerer Autorität und körperlicher Regulation.
Insulin wirkt symbolisch wie ein Schlüssel, der die Zelle öffnet, damit der Zucker aufgenommen werden kann. Auf seelischer Ebene steht Insulin für Autorität. Ein insulinabhängiger Mensch erlebt sich häufig in dauerhafter Konfrontation mit einer als überlegen empfundenen Instanz: einer Person, einer Situation, einem System. Innerlich befindet er sich im ständigen Kampf-oder-Flucht-Modus.
Der Zucker bleibt im Blut „bereitgestellt“, um im Notfall Energie zu liefern – als wäre jederzeit Gefahr im Verzug. Gedanken wie diese sind typisch:
- Ich muss mich verteidigen können.
- Ich halte etwas aus.
- Ich habe Angst zu handeln.
- Ich denke so viel, dass ich am Ende nichts tue.
Die innere Kraft zur Umsetzung fehlt, obwohl Handlungsbereitschaft vorhanden ist.
DIABETES: Trennung und Selbstbewertung
Aus psychosomatischer Sicht „rieselt“ der Zucker durch den Körper, ohne in den Zellen anzukommen. Die Süße des Lebens kann nicht gehalten werden. Das weist auf eine Störung der Liebesfähigkeit hin – vor allem der Fähigkeit, sich selbst Liebe zu geben.
Themen wie Lob, Anerkennung, Verlassenheitsgefühle und ein hoher Leistungsanspruch spielen beim Diabetes eine zentrale Rolle. Meist liegen die Wurzeln in der Kindheit, wenn vermehrt zu hohe Erwartungen von außen an das Kind gestellt wurden oder das Kind Trennungserfahrungen machen musste, die es geprägt haben.
Trennungs- und Verlustkonflikte, die nicht verarbeitet werden konnten, können sich zu einem Diabetes entwickeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Konflikte selbst erlebt wurden oder emotional übernommen wurden innerhalb des Familiensystems.
KREATIVITÄT als Rückverbindung und Nachnährung
Kreative Prozesse wirken immer für die Verbindung mit uns selbst.
Wenn du dich der Kreativität hingibst, etwa beim Malen, Singen, Tanzen, Schreiben oder auf andere, gestalterische Weise, kreierst du einen Raum im unendlichen Feld der Möglichkeiten. Hier kannst du vollkommen du selbst sein. Frei von jeglicher Bewertung, frei von Leistungsorientiertheit, ohne jegliches MÜSSEN. Einfach nur schöpferisch. Kindlich.
In diesem Raum kann dein inneres Kind, das so sehr geprägt ist von Erwartungen, die es scheinbar nie erfüllen konnte, nachgenährt werden! Das bedeutet: Dein Kindanteil in dir, das in der Sehnsucht nach Liebe und Kreativität verharrt, kann jetzt mit dieser natürlichen, existenziellen Liebe genährt werden, die es immer gebraucht hat. Das Spielerische darf hier gelebt werden.
Und so kann der Mensch sich im wahren Sinn des Wortes ent-wickeln: herauswickeln aus all den alten Konzepten, in das es einst eingebunden wurde. Was dann entstehen kann, ist innere Ruhe, ein tiefes Durchatmen, ein Fließen der kreativen und natürlichen Energien. Frieden kann einkehren.
Der Solarplexus und das Organ Bauchspeicheldrüse kommen in Balance und in ihre wahre Kraft.
Zusammenhang: Wirbel, Zähne und Chakra
Die Bauchspeicheldrüse steht über die Nervenversorgung in anatomischem Zusammenhang zu den Segmenten 6 - 8 der Brustwirbelsäule.
Reizungen, Blockaden oder Spannungen in diesem Bereich können sich daher reflektorisch auf die Funktion der Bauchspeicheldrüse auswirken – und umgekehrt.
Energetisch-symbolisch im Sinne der Organsprache steht dieser Bereich der Wirbelsäule für Themen wie:
- innere Balance
- Selbstwert und Selbstnährung (Wut auf das Leben vs. Selbstliebe)
- Ausgleich zwischen Geben und Nehmen
- „Wie sehr bin ich mir selbst eine gute Mutter / ein guter Vater?“
Im Zahnbereich besteht eine Verbindung zu den Zähnen 16 und 17 im rechten Oberkiefer, sowie zu den Zähnen 44 und 45 im rechten Unterkiefer (Pankreas/Magen).
Deren zentrale Themen sind wiederum Balance, Selbstwert, innere Nährung und das Maßhalten.
Solarplexus
Die Themen dieses Chakras sind neben dem ICH und dem eigenen Willen ebenfalls: Selbstwert, innere Autorität, Regulation, Verdauung von Lebenserfahrungen, gesunde Eigenmacht – in Resonanz mit dem Pankreas als Hüter der inneren Balance.

