Der körper weiß, bevor der Verstand versteht
Unser Körper weiß schon lange, bevor der Verstand es begreift und einordnen kann. Auch wenn das Nervensystem wirklich unglaublich schnell arbeiten kann - dieses Erfassen auf Ebene des inneren Wissens ist unschlagbar, weil es im Moment des Erinnerns präsent ist. Der Verstand hingegen kann immer nur einordnen, was verstanden wurde. Daher vielleicht auch der Begriff "Verstand".
1. Das morphische Feld oder Akasha: ein Raum des kollekiven Erinnerns
Rupert Sheldrake benannte mit dem von ihm so bezeichneten morphischen Feld auf wissenschaftlicher Ebene, was verschiedene, spirituelle Traditionen seit jeher kannten: Dass nichts isoliert existiert und dass alles eingebettet ist in Felder aus Informations-Schwingungen. Er hat (sich) also daran erinnert und diese Information in das Bewusstsein der Menschen gebracht.
Das morphische Feld kann als ein unsichtbares Informationsfeld beschrieben werden, in dem Erfahrungen, Ereignisse, Erfindungen, Gedanken- und Verhaltensmuster, archetypische Prägungen und alle Möglichkeiten gespeichert sind. Es ist das, was man auch als Akasha (aus dem Altindischen und dem Sanskrit) kennt. Akasha ist - oft fälschlicherweise so dargestellt - keine Chronik im Sinne von einem "Buch", sondern sie ist ein Raum, ein Ätherfeld, in dem alles schwingt, was jemals existiert(e) - in Form von Klang, Information, Frequenz.
In diesem Feld existieren auch Gedanken von Visionären, die von anderen, die offenen Geistes sind, aufgefangen und weiterentwickelt werden. Nichts ist wirklich neu - und das Rad kann nicht nochmals erfunden werden. Doch es ist befruchtend, wenn Menschen mit Visionen ihre Schwingung damit verknüpfen. So geschieht Entwicklung. Und Evolution (evolvere, lat. = entwickeln).
Helena Blavatsky, die Mitbegründerin der Antroposophischen Gesellschaft, nannte die Akasha auch ein "universelles Gedächtnisfeld", in dem alles aufgezeichnet ist, das jemald gedacht, gefühlt, gesagt, getan wurde.
Die Akasha bzw. das morphische Feld ist ein nicht-lokales Bewusstseinsfeld, jenseits von Raum und Zeit, das nur über das Bewusstsein zugänglich ist, nicht über den Verstand. Alle Informationen, die darin enthalten sind, reagieren auf Resonanz. Das bedeutet, es ist ein Resonanzraum - und alles, was Mensch bewusst aussendet, trifft auf eine Erwiderung in Form von gleich- oder ähnlichschwingender Information.
Wenn also jegliches uralte und zukünftige (erinnere dich: Zeit existiert nicht wirklich) Wissen in diesem Feld existiert, dann ist Erkenntnis von vermeintlich "Neuem" kein Erfinden, sondern lediglich ein Andocken an das Wissen darüber und ein bewusstes Aufnehmen in das eigene Feld. Ein Erinnern.
2. Zellgedächtnis und Epigenetik: Erinnerung im Körper
Sämtliche Erfahrungen, die ein Mensch jemals macht - auch schon im Mutterleib -, werden gespeichert im gesamten Körper, in jeder Zelle.
Zellen tragen in ihren Genen Informationen, dieses Wissen ist mittlerweile wissenschaftlich gesichert. Und es sind nicht nur genetische Informationen, sondern auch solche, die auf Erfahrungen beruhen.
Die Epigenetik zeigt, dass chronischer negativer Stress – etwa durch schwere Traumata – den Ausdruck unserer Gene beeinflussen kann. Wie feine Schalter regulieren epigenetische Prozesse, welche Gene aktiv sind und welche in den Hintergrund treten, ohne dabei die DNA selbst zu verändern.
Der Körper bzw. die Zellen speichern Erfahrungen durch Emotionen aus der vor-sprachlichen Zeit. Was erklärt, dass Menschen, die in dieser Zeit traumatisiert wurden, bevor sie Worte hatten, auch später dafür meist kaum oder keine Worte finden. Da ist reine emotionale Schwingung.
Der Körper erinnert nicht linear, sondern immer ganzheitlich - abhängig von der Schwingung, die das Erinnerte und das Triggernde tragen. Über das vegetative Nervensystem reagiert der Körper dann, etwa durch Empfindungen im Körper, durch Muskelspannung, veränderten Atem, und abweichende Rhythmen (Herzschlag, Lungen-/Zwerchfellbewegung, Darmperistaltik u.a.).
Unsere Körper können nicht strukturiert oder "nach getrennten Kapiteln" gelesen werden, wie Bücher. Sie sind Zellgewebe, in dem alles miteinander verwoben ist. Alles ist Jetzt.
3. Unerledigtes aus anderen Inkarnationen
Nicht alles, was wir spüren oder zu erinnern glauben (weil es manchmal einfach diffus ist), ist eine Erinnerung aus dieser, uns bewussten, Inkarnation. Möglich ist auch, dass sich Themen, die hartnäckig bleiben, in anderen Inkarnationen gebildet haben und nun ihre (unerledigten) Schwingungen in dieses Leben mit einbringen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um Schuld oder Karma im strafenden Sinn, sondern um etwas, das nicht vollendet wurde. Man kann sich das metaphorisch wie eine Bewegung vorstellen: Etwa einen Schlag, der aus einer starken Emotion wie Wut heraus entstehen wollte, aber nicht zu Ende geführt wurde. Die dabei gestaute Energie kann sich im Arm, der diese Bewegung ausführen wollte, als Schmerz zeigen. Wird die Bewegung später bewusst vollendet – etwa indem der Schlag bewusst in der Luft vollständig ausgeführt wird –, kann sich die blockierte Energie lösen und der Schmerz abklingen.
Es geht auch nicht um eine Art der Korrektur dessen, was der Ursprung ist im "anderen" Leben, sondern rein darum, dieser Energie die Möglichkeit zu geben, zu Ende zu schwingen und sich dadurch auflösen zu können. Meist reicht es schon, sich dieser Energie bewusst zu werden. In diesem Moment bist du verbunden über das morphische Feld und eine Resonanz entsteht, die eine lösende Bewegung in das Thema bringt.
4. Die Hohe Seele und der "Schleier des Vergessens"
Wie auch das morphische Feld, trägt unsere hohe Seele das Wissen von allem in sich. Stell dir vor, du hättest als Mensch zu all dem Wissen, das grenzenlos ist, ungehinderten Zugang - unsere menschlichen Gehirne könnten das absolut nicht verarbeiten und erfassen. Das würde vermutlich auch nicht der Absicht dienen, wofür wir Menschen auf der Erde inkarnieren: Dem Erfahren, Erleben, Erkennen, Lernen, Integrieren und Wachsen und der Bewusstseinserweiterung.
Inkarnation bedeutet "Fleischwerdung", was wiederum bedeutet, dass wir verdichtete Schwingung sind, Materie also. Diese Verkörperung wäre sinnlos, wenn wir gleichzeitig das gesamte feinschwingende, existierende Potenzial des morphischen oder göttlichen Feldes erfassen könnten.
Manches wissen wir deshalb nicht bewusst, doch es fühlt sich an wie ein Erinnern. Wie ein Traum, der nach dem Aufwachen langsam verblasst, dessen Essenz aber noch lange nachschwingt.
5. Déjà-vu: Das Wiedererkennen
Ein Déjà-vu ist ein kleiner Moment des Erinnerns - ohne konkretes inneres Bild. Eher ein Gefühl, diesen einen Moment schon zu kennen. Oder an diesem Ort, auf dieser Straße, vor diesem Berg oder diesem Gebäude schon einmal gewesen zu sein. Es ist ein tiefes, sicheres Gefühl, das keinen Zweifel zulässt. Ein absolutes Wissen in diesem Augenblick.
Das geschieht, wenn der Körper eine ganz bestimmte Schwingung erkennt, die ihm sehr vertraut ist. Und das kann aus anderen Inkarnationen oder aus Paralleluniversen sein.
Wie eine feine, energetische Signatur, die flüchtig ist. Dieses besondere Gefühl kennst du ganz bestimmt auch. Es ist meist begleitet von einem Anhalten des Atems, einem Innehalten bei dem, was du gerade getan hast. Vielleicht überkommt dich ein tiefes Gefühl von Ruhe, oder du musst unwillkürlich lächeln.
Der Körper hat hier eine Verbindung zu einer Schwingung, einer Frequenz, die der Verstand nicht erfassen kann. Er versucht das zu erklären. Doch meist bleibt es bei dem Versuch. Und dem wissenden Gefühl: Da war doch was...
Warum der Körper schneller erkennt als der Verstand
Unser Verstand ist ein Ordnungsfanatiker. Er strukturiert, schiebt hin und her, analysiert, vergleicht, ordnet zu, zweifelt, erklärt. Er funktioniert linear. Unweigerlich. Er ist ein Wunderwerk der natürlichen Evolution.
Doch unser Körper steht dem in keiner Weise nach! Der Unterschied ist: Der Körper wirkt simultan. Er ist direkt an das hohe, morphische Feld angeschlossen, ist verwoben mit dessen Schwingungen und auch mit all den Frequenzen, die in unseren individuellen, morphischen Feldern schwingen. Der Körper ist in Resonanz und er reagiert auf Stimmigkeit, auf Kohärenz. Und auf das, was wahr ist.
Altes Wissen erkennt er deshalb sofort, wenn er damit in Kontakt kommt.
Kennst du das - wenn sich deine Seele und dein Körper-Gefühlsfeld an etwas erinnert, das tief vergraben ist und plötzlich spürbar oder sichtbar wird - und du weißt unumstößlich, dass DAS wahr ist?
Ich habe das oft erlebt. Und nicht nur einmal hat es mein Leben, meine Ausrichtung völlig verändert.
Der Körper ist ein Gefühlsanzeiger, ein feines "Messgerät" für Schwingungen und Frequenzen! Ohne ihn könntest du keine Gefühle erkennen und verinnerlichen, geschweige denn beschreiben.
Einladung an dich
Ich lade dich ein, deinem Körper wieder mehr Autorität zu geben, denn er hat deine Aufmerksamkeit und deine Wertschätzung sehr verdient. Lausche ihm öfter als bisher. Und wenn er dir seine kleinen Zeichen gibt, die sich vielleicht sehr subtil anfühlen - gib auch ihnen die Aufmerksamkeit. Wer weiß - vielleicht wirst du überrascht sein, welche Informationen sich in dein Bewusstsein einschwingen.
Herzensgrüße zu dir,
Corinna

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