Rückenschmerzen

Rückenschmerzen, oder:  DAs Kreuz mit dem Kreuz

BLOG Therapie bei Rückenschmerzen
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Wer kennt sie nicht? Rückenschmerzen können uns über lange Zeit begleiten, gleichbleibend oder an- und abschwellend, aber immer existent, oder akut und niederschmetternd. Fast jeder Mensch ab der Pubertät hat vor allem Rückenschmerzen schon kennenlernen müssen. Selbst Grundschulkinder klagen immer häufiger darüber.

Der Rücken mit seiner Wirbelsäule und der oberflächlichen und tiefen Muskulatur  gehört ebenso zum Bewegungsapparat wie auch der Schultergürtel, der Beckengürtel mit seinen Hüftgelenken, sowie die Beine und Arme mit ihren Gelenken, Sehnen und Muskeln.

 

Kurz zu Statistiken (ich halte es kurz, versprochen):

Rückenschmerzen haben 60 bis 80% der 30- bis 60-jährigen durch alle sozialen und beruflichen Schichten, ca. 20 % sind chronisch.
In etwa 50% der Fälle besteht ein Zusammenhang mit dem Beruf, und zwar größtenteils durch Unzufriedenheit, Ärger, Mobbing, Unglücklichsein am Arbeitsplatz.
80% aller Rückenschmerzpatienten haben keine gravierenden röntgenologischen Veränderungen an der Wirbelsäule.
90% aller chronischen Rückenschmerzpatienten haben keine klare Diagnose.
Ein Großteil der Patienten leidet unter Depressionen.

 

Ich finde, das sind beachtliche und besorgniserregende Zahlen!

 

Es gibt unzählige mögliche Ursachen, auf verschiedenen Ebenen:

Körperlich:

  • nach Unfall, Verletzungen, Stürzen - auch nach Jahren (Schleudertrauma, HWS, Frakturen, Steißbein)
  • "falsche" Bewegung, Überlastung, schweres Heben, einseitige Fehlhaltung
  • Bandscheibenvorfall oder -vorwölbung
  • als Folge einer Krankheit oder einer anderen "Baustelle" im Bewegungsapparat
  • Beinlängendifferenz (echt oder unecht)
  • Beckenschiefstand
  • Skoliose
  • Übergewicht, Bewegungsmangel, Muskelschwäche
  • schwere Krankheiten, wie Tumoren (z.B. Prostatavergrößerung), Metastasen, Osteoporose, M. Scheuermann, M. Bechterew, M. Crohn, Endometriose (zyklische Schmerzen)
  • Arthrose, Arthritis (Wirbelgelenke)
  • Wassermangel (Bandscheiben, Sehnen/Faszien)
  • Stoffwechselablagerungen (Kristalle/Gelenke)
  • Übersäuerung, greift Knochen an
  • Medikamente, die den Kollagenaufbau stören
  • Andere Medikamente, z.B. Cortison (Osteoporose)

Geistig / psychisch / psychosomatisch:

  • lang anhaltende Wut, Ärger, Trauer, Schmerz
  • Ängste (sich „ducken“, sich „winden“, „die Angst sitzt mir im Nacken“)
  • Schuldgefühle
  • gestörtes Selbstwertgefühl (katzbuckeln)
  • gestörtes Urvertrauen
  • STRESS - Umfeld (beruflich, privat, Familiensystem), dadurch Muskelverspannungen
  • Organsprache: „an die Nieren gehen“, „in den Rücken fallen“, „auf den Schultern lasten“, etc.
  • Lebensthemen (Glaubensmuster, die erlernt und/oder "geerbt" wurden, Ängste, u.a.)

Energetisch:

  • Blockierte Meridiane/Energiebahnen
  • Störfelder durch Narben
  • geopathische Störfelder am Arbeits- oder Schlafplatz
  • sogenannte Fremdenergien

Und natürlich können Kombinationen der verschiedenen Ebenen vorliegen.

 

Diagnosen und Symptome:

  • Ischialgie durch Nervenkompression im Wirbel- oder Muskelbereich
  • Bandscheibenvorfall/-vorwölbung
  • Akute, heftige Schmerzen (z.B. Lumbago / Hexenschuss)
  • Ausstrahlende Schmerzen
  • Entzündungsschmerzen (z.B. Rheuma, Arthritis)
  • Bewegungseinschränkung
  • Bewegungsschmerzen, Ruheschmerzen
  • abgeschwächte Reflexe
  • Missempfindungen (Ameisenlaufen, Taubheitsgefühle, Gefühl von Fremdgefühl)

Rückenschmerzen, die nicht direkt mit der Wirbelsäule in Verbindung stehen, nennt man Übertragungsschmerzen. Mögliche Ausgangsstellen können sein:

  • Halswirbelsäule:
    • Erkrankung innerer Organe, wie Leber, Gallenblase, Magen, Herz
  • Brustwirbelsäule:
    • Schmerzprojektion bei Erkrankung der Speiseröhre, Lunge und Aorta
  • Lendenwirbelsäule:
    • Schmerzprojektion bei gynokologischen und urologischen Erkrankungen
  • Muskelerkrankungen (Weichteilrheuma, Fibromyalgie, u.a.)
  • Narben (vernarbtes Gewebe verursacht eine veränderte Zugkraft im Muskel-/Sehnenbereich)

 

Auch Beschwerden, wie z.B.

  • Spannungskopfschmerz, Migräne
  • Schwindel
  • plötzliche Sehstörungen
  • Inkontinenz
  • Lähmungserscheinungen
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Myogelosen (Muskelverhärtungen)

können ihre Ursache im Bereich der Wirbelsäule haben.

 

Psychosomatik

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Krankheiten und Symptome haben eine Ursache. Meist ist sie in körperlichem oder seelischem Ungleichgewicht in uns selbst zu finden.


Vor allem bei Rückenschmerz kann man häufig den Zusammenhang zu den seelischen/psychischen/emotionalen Ursachen erkennen. Oft sind die Menschen überlastet (wörtlich: sie tragen zu viel Last) oder tragen seelische Lasten und Traumata aus Vergangenheit und Gegenwart, die sie selbst gar nicht wahrnehmen bzw. die ihnen nicht bewusst sind. Je älter man wird, umso voller und damit schwerer wird unser „Rucksack.“

 

Die Wirbelsäule ist Träger vieler (meist unbewusster) Erinnerungen und Emotionen, v.a. aus der Kindheit und auch der Schwangerschaft. Sehr oft tragen wir auch Dinge, die eigentlich gar nicht uns selbst "gehören", sondern die wir unbewusst versuchen, anderen, nahestehenden Menschen abzunehmen. Eltern kennen das, wenn sie Sorgen, Kummer und Schwierigkeiten sowie Krankheiten von ihrem Kind fernhalten möchten. Das ist nur ein Beispiel von vielen Möglichkeiten.


Manchmal verhärten bestimmte Muskelpartien aufgrund seelischer Konflikte und verursachen dadurch beispielsweise Wirbelverschiebungen, -verdrehungen, Blockierungen im ISG (Iliosacralgelenke - das sind die gelenkigen Verbindungen zwischen Kreuzbein und Beckenschaufeln), etc.

Mögliche Behandlungsmethoden:

Medizinisch/medikamentös:

  • Schmerzstillende und/oder muskelentspannende Medikamente bei Akutzuständen
  • Operationen (oft nicht nötig bei Bandscheiben etc. - bitte holen Sie evtl. eine zweite oder dritte Meinung ein)
  • Entzündungshemmende Medikamente – mit oder ohne Cortison (z.B. bei rheumatischen Erkrankungen)
  • Lokale Narkose
  • Vitamin- und Mineraliengabe bei degenerativen Erkrankungen (Osteoporose)
  • Krankengymnastik
  • Chiropraktik
  • Fango, Wärme, Massagen


Physikalisch:

  • Druck, Massage
  • Wärme:
    • Infrarotlicht, Bäder, Heilerde, Kirschkern-, Hafer- Dinkel-, Hirsekissen
  • Kälte:
    • Quarkwickel, Kühlkissen
  • Strom
    • Reiztherapie


Psychotherapeutisch:

  • Hypnose
  • Verhaltenstherapie
  • Psychologische Schmerztherapie
  • Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Muskelrelaxation n.J., Imaginationsreise, u.a.)
  • Traumatherapie

 

Manuell-energetisch:

  • Craniosacraltherapie/Craniosacrale Traumatherapie
  • Holistic Pulsing
  • Körperorientierte Traumatherapie
  • Osteopathie
  • Physiotherapie
  • Energetische Wirbelsäulenbehandlung
  • Dorn-Methode und Breuß-Massage
  • Reflexzonentherapie (Fuß, Hand, Ohr)
  • Metamorphische Methode (Fußreflexzone Wirbelsäule)
  • Akupunktur
  • Wassergymnastik
  • u.a.

Möglichkeiten der Prävention:

  • Gerade Haltung (Sitzen, Heben)
  • Bewegung/Rücken- u. Bauchmuskeln stärken
  • Muskeldehntechniken
  • Übergewicht reduzieren
  • TRINKEN! Die meisten Menschen trinken zu wenig, vorzugsweise stilles reines Wasser, das die Zellen und damit auch die Muskeln und Bandscheiben einerseits versorgt, andererseits reinigt.
  • Stress reduzieren!
  • Ernährung (Vitamine, Spurenelemente, Mineralien)
  • Passende Matratze!
  • Gute Bestuhlung im Arbeitsbereich!
  • Sport – je nach Gusto
  • Rückenschule
  • Psychohygiene

 

Gönnen Sie sich regelmäßige Massagen oder andere therapeutische Behandlungen, wie z.B. Craniosacraltherapie, Holistic Pulsing, u.a. Darüberhinaus wunderbar wirksam sind Entspannungsmethoden wie Autogenes Training und Mediationstechniken, sowie sanftes Yoga oder TaiChi.

 

Diese Methoden sind hervorragend auch zur Vorsorge geeignet!


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