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Organsprache MILZ

Die Milz - ein unterschätztes Organ

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Sie ist ein unterschätztes Organ - unsere Milz. Nur etwa faustgroß liegt sie geschützt hinter dem Magen innerhalb des unteren, hinteren, linken Rippenbogens. Besonders wichtig hat man sie scheinbar noch nie genommen. In der Medizin wurde sie bis vor nicht allzulanger Zeit nicht besonders hochgeschätzt und sogar als verzichtbar bezeichnet. Ja, man kann ohne sie gut weiterleben, wenn man stets bestimmte Regeln beachtet. Denn sie ist ein sehr wichtiger Teil des Immun- und des Lymphsystems und ihr Fehlen kann unangenehme Folgen haben.

 

Ihre wichtigsten Aufgaben im Körper sind:

  • Blutreinigung: Filterung von überalterten roten Blutkörperchen (Erythrozyten); daher ist sie ein stark blutgefülltes Organ, das im Verletzungsfall meist extrem blutet, was lebensgefährdend sein kann.
  • Rückgewinnung von dadurch freigewordenem Eisen aus dem Hämoglobin.
  • Aufrechterhaltung des Abwehrsystems: In der Milz werden Antikörper und Makrophagen (sogenannte Fresszellen, die infektiöse Eindringlinge wie Bakterien, Viren und andere toxische Stoffe vernichten) gebildet. Sie ist also stets in Habachtstellung, um keine Eindringlinge zu übersehen und im Falle des Auftauchens diese sofort eliminieren zu können.

Diese physischen Aufgaben setzen sich im übertragenen Sinn auch fort, wie wir im weiteren sehen werden.

 

Die spirituelle Botschaft der Milz

Wie schon geschrieben, ist die Milz ein wichtiger Teil der Barrikade innerhalb des Immunsystems. Das heißt, sie wehrt etwas ab. Auf körperlicher wie auch auf energetischer Ebene ist es ihre Aufgabe, toxische und infektiöse Stoffe zu erkennen und zu verhindern, dass sie in unser System eindringen können, um sich hier zu nähren, zu vermehren und letztlich negativ zu wirken. Es handelt sich um Gedankenmuster und fremde Energien sowie Emotionen, die wir von Anderen übernommen haben, die also nicht wirklich zu uns gehören. Somit geht es auch um die Beziehung zu Anderen aus unserer Umgebung.

 

Übrigens gilt das auch im Falle, dass ein Mensch keine physische Milz mehr hat. Im Energiesystem ist sie dennoch weiterhin vorhanden und das Thema ist mit dem Verlust des Organs nicht automatisch erledigt.

 

Was geht da in mir vor? Um welche Kämpfe handelt es sich?

Um welche Angst / Ängste geht es?

Habe ich das Gefühl, ich werde fremdgesteuert?

Wann und in welcher Situation fiel es mir schwer, NEIN zu sagen?

Wo ist die Lücke in meinem sonst perfekten Abwehrsystem, das acht darauf gibt, dass sich nichts Fremdes in mein System verirren kann, das mir nicht gut tut?

Was davon habe ich übernommen aufgrund einer Resonanz dazu?

Habe ich in einer bestimmten Hinsicht das Gefühl, etwas verpatzt zu haben?

Ist mir etwas wichtiges misslungen und schäme ich mich deshalb vor Anderen, oder vor mir? Was könnte das sein? Ein Projekt? Eine Beziehung (zum Partner, zu meinem Kind, etc.)? Eine bestimmte Aufgabe, die ich übernommen, aber darin versagt habe?

Erlaube ich mir und Anderen, Fehler zu machen? Oder hat das in meinem Weltbild keinen wertfreien Raum?

 

Setze ich vielleicht meine gesamte Kraft für meine Karriere ein? Ist es mir so wichtig, erfolgreich zu sein?

Hält mich mein Ehrgeiz davon ab, mich dem wirklichen Leben hinzugeben?

Möglicherweise möchte ich, dass bestimmte Menschen im Außen anerkennen, was ich geleistet habe?

 

Es ist wichtig, dass wir uns dieser Fragen bzw. ihrer Antworten bewusst werden, damit wir sie identifizieren, finden und dadurch dann leicht hinausbefördern können.

Somit kann man durchaus sagen, dass es hier auch um "Sieg oder Niederlage" geht.

 

Die Milz ist auch und vor allem ein Symbol für die harmonische Verbindung unseres Geistes in der Materie. Das heißt, sie wirkt sehr erdend, wenn es nötig ist, und erhebend im geistigen Bewusstsein, wenn man sich im Irdischen zu sehr verhaftet und eingeengt hat. Die Energie der Milz strebt somit nach Ausgleich.

 

Sie holt mich zurück, wenn ich zu sehr in "geistigen Sphären" schwebe und nicht mehr gut geerdet bin.

Dem gegenüber sie kann mich zu meinem tiefsten Inneren führen, wenn ich zu viel in meinem Verstand (ständige Sorgen, Grübeleien, die zu nichts führen) bin. Sie bildet die Balance zwischen Gefühl und Ratio.

 

Lasst uns auch nicht vergessen, dass sie ja reichlich mit Blut angefüllt ist, das sie ständig durchströmt und das von der Milz geprüft, gefiltert, gereinigt und angereichert wird mit systemeigenen Abwehrzellen. Blut steht für das pure Leben! Die Milz ist also auf das Engste verbunden mit dem, was wir das wahre und intensive Leben nennen und wie wir es leben. Störungen in diesem Bereich ruft die Milz mit verschiedenen Symptomen auf den Plan.

 

Fliegen der Geisteskraft und Fließen der Gefühle

In der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) steht die Milz bzw. der Milzmeridian ebenfalls für diese Ausgeglichenheit und für innere Ruhe. Hier gilt sie auch als "Sitz des Denkens" und steht für eine gute Erdung. Ein wichtiger Pfeiler für die Heilung der Milzenergie ist die Ernährung.

 

Und damit ist natürlich in unserem Kontext -neben der physischen- auch die geistige Nahrung gemeint!

 

Welche geistige Nahrung lasse ich in mich hinein?

Was macht sie mit mir und meinem Wohlbefinden, v. a. im emotionalen Bereich?

Welche Gedanken beherrschen mich und bewirken, dass ich mich unwohl fühle, schwer, oder belastet? Was kann ich nur schwer verdauen, ertragen?

Bin ich zu ängstlich? Zu sehr im geistigen Bereich verharrend? Zu wenig im Hier und Jetzt? Warum beame ich mich weg von hier?

Was ertrage ich nicht? Wo habe ich mich von meinem Gefühl abgespalten? Was will ich wieder loswerden?

Fühle ich mich minderwertig oder glaube ich, dass Andere das über mich denken?

Habe ich Angst davor, abgelehnt zu werden?

 

Oder fühle ich mich in meinem Körper bzw. in meinem Hiersein eingesperrt? Begrenzt? Ist da ein Gefühl von Enge, sowohl im Körper als auch im Fühlen?

Kann ich dem Leben (und mir selbst!) nicht wirklich vertrauen? Und versuche ich deshalb stets die Kontrolle über alles zu haben?

 

Die Milz möchte, dass wir unsere Geisteskraft fliegen und unsere Emotionen fließen lassen! Dabei aber im Hier und Jetzt sind. Kreativ, lachend, das Leben feiernd! Sie fordert uns auf, das Leben zu leben mit allem, was dazu gehört.

Fließe frei! Sei überall! Frei von begrenzenden Gedanken, die toxische Eindringlinge sind.

 

Die Milz steht für den Ausgleich und die Harmonie der Gegensätze! Alles darf sein - in der besten Weise.

 

Das Lymphsystem und seine spirituelle Bedeutung

Die Milz ist Teil des Lymphsystems, das wiederum im gesamten Körper und mit vielen Helfern (verschiedenste Abwehrzellen in vielen verschiedenen Stationen, etc.)  für uns wirkt. Die Lebensthemen Lymphe und Milz sind daher sehr ähnlich.

 

Die Lymphflüssigkeit muss frei fließen können durch den ganzen Körper. Sie ist Harmonie und ihre Aufgabe ist das Zusammenwirken zwischen Struktur (Körper) und geistigem Bewusstsein. Letzteres steuert unseren Körper.

Im freien Fließen nimmt sie Schadstoffe auf und gibt sie letztlich nach außen ab. Sie ist also auch zuständig für den Austausch mit der Außenwelt, im übertragenen Sinne hat sie deshalb mit Beziehungen zu tun.

 

Die Lymphe stellt also die fließende Verbindung des ganzen Menschen in sich dar.  Die Verbindung zwischen Himmel und Erde ermöglicht das innere Ruhen. Immunität bedeutet, dass ich in mir sicher bin!

 

Eine erhöhte Tätigkeit des Lymphsystems (sichtbar durch vergrößerte Lymphknoten oder Anschwellungen im Gewebe) zeugen von einem erhöhten "Befall" von infektiösen / energetischen / emotionalen Stoffwechselprodukten und deren Ausscheidung aus dem System.

Das Lymphsystem im Ganzen schützt uns auch gleichzeitig vor diesen schädlichen Eindringlingen.

 

Ich frage mich:

Fühle ich mich schutzlos und ausgeliefert? Oder sogar bedroht durch etwas oder jemanden?

Was ist meine Angst? Welcher düstere Gedanke, welche Emotion macht mich schwach? Worüber grüble ich ununterbrochen und ich komme doch nicht weiter?

Welche Konflikte (auch im Außen) fühlen sich wie Angriffe an? Fühle ich mich dabei wehrlos?

Fühle ich mich auch ständig müde und lust- und kraftlos?

Vielleicht bin ich es einfach leid, ständig diese sorgenvollen, schweren Gedanken zu haben?

Oder sind es negative Gedanken über mich selbst? Über mein Erscheinungsbild? Oder über etwas, das ich nicht geschafft habe?

Mir fehlt die Freude am Leben? Wut ist meine Nahrung?

Ist da sogar eine Angst vor dem Tod (z. B. durch Verbluten)? Fühle ich mich verwundet?

Möchte ich am liebsten den Kampf aufgeben?

 

Mögliche Symptome einer Milzstörung

In der TCM gibt es einen Satz, der das Thema der Milz ganz gut trifft:

 

“Ist es der Milz zu kalt (Anm.: Gefühls-Kälte), zieht sie sich in den Kopf zurück und beginnt dort zu grübeln. Gedankenschleifen entstehen, was auch zu Schlaflosigkeit führen kann.”

 

Die Milz ist ein Organ, das wir oft nicht auf unserem Schirm haben, weil sie im gesunden Zustand auch nicht schmerzempfindlich ist. Lediglich wenn sie vergrößert ist, kann sie ein Unwohlsein, ein leichtes bis schweres Druckgefühl hervorrufen (Milzkapsel), das dann auch schmerzt. Meist aber spürt man körperlich eher Symptome der Grunderkrankung, die der Milzstörung zugrundeliegt.

 

Es gibt aber natürlich Hinweise, die auf eine Dysbalance der Milz hinweisen können. Das können die folgenden Erscheinungen und Symptome sein, bei denen es sich lohnt, auch mal die spirituell-psychischen Themen der Milz zu betrachten.

 

Körperlich:

  • Störungen im Stoffwechsel mit Verdauungsstörungen und Appetitlosigkeit oder Heißhungerattacken
  • Häufige, zunehmende und unerklärliche Müdigkeit und Erschöpfungszustände, Kraftlosigkeit
  • Ödeme (Wassereinlagerungen)
  • Bindegewebsschwäche (schlaffe Haut, Trockenheit, Organsenkungen, "brüchige" Gefäße, schlechte Durchblutung, Krampfadern, Hämorrhoiden, u. a.)
  • Auch typische Infektionskrankheiten lassen immer auch auf eine Beteiligung der Milz schließen (Abwehr von Eindringlingen).
  • starker Süßhunger
  • übermäßige Blähungen und Stuhlbeschwerden
  • sogenannte "Marionettenfalten", die von den Mundwinkeln nach unten verlaufen (heutzutage auch "Merkelfalten" genannt, weil das bei ihr sehr deutlich zu sehen ist)

Psychisch:

  • permanentes Sorgen und viele Grübeleien
  • Gedankenkreisen um ein bestimmtes Thema, das mich nicht loslässt und das auch mein Einschlafen verhindert
  • Probleme mit dem Abgrenzen (meine eigene Grenze wahren)
  • Selbstwert ist niedrig, auch das Vertrauen in mich selbst lässt zu wünschen übrig
  • oft schlecht gelaunt bis hin zu Unglücklichsein, Melancholie und depressiven Phasen
  • Sturheit und Klammern an alte Glaubenssätze, die mir nicht dienlich sind
  • sich keine Ruhephasen zu gönnen bzw. dazu nicht mehr fähig zu sein

 

Zusammenhänge

Wirbel:

Brustwirbel 8 - 10

 

Zähne:

Oberkiefer 26 + 27, Unterkiefer 34 + 35

 

Organe:

Kiefer, Kieferhöhle, Knie vorn, Magen links, Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Mammadrüse links;

 

Schlusswort

Ich danke dir von Herzen für das Lesen bis hierher.

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Ich freue mich, wenn du mir freundliches Feedback (als Kommentar) geben oder Fragen stellen möchtest. Dann schreibe mir doch hier unten in die Kommentare. Dafür danke ich dir schon jetzt!

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Therapie kann ich in diesem Rahmen leider nicht anbieten. Dazu bitte ich dich, einen Termin zu vereinbaren.

 

Herzlichst,

Corinna

Quellen/Literatur: Christiane Beerlandt (Der Schlüssel zur Selbstbefreiung); Jaques Martel (Mein Körper-Barometer der Seele); Claudia Rainville (Metamedizin - Jedes Symptom ist eine Botschaft); Bilder: pixabay.de, unsplash, Fotolia, und eigene

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