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Organsprache DARM


Dick- und Dünndarm - ein systemisches Wunderwerk

Dickdarm, Dünndarm, Immunsystem, Spirituelle Psychosomatik, seelische Bedeutung Darm

Der menschliche Darm - dieses Thema entlockt vielen  Menschen ein Stirnrunzeln und Naserümpfen. Über kein Organ spricht man so ungern, und wenn, dann leise hinter vorgehaltener Hand. Warum nur? Weil es das "letzte" ist in der Reihe der Körperfunktionen? Weil er das enthält (und abgibt), was keiner mehr haben will? Der Abfallbehälter Dickdarm? Dabei leisten die verschiedenen Därme tatsächlich Schwerstarbeit für uns. Aus allem, was das Verdauungssystem ihnen schickt, holt der Darm noch das Letzte heraus, nämlich für uns lebenswichtige Stoffe, wie  Salze, Mineralien, Vitamine, Flüssigkeit, u. a. Der Darm, zusammen mit seinem billionenstarken Mikrobiom, ist Beschützer, Krieger, Schöpfer, Informant. Ein schlaues Organ.

 

Mir ging es früher nicht viel anders - bis ich das Buch von Giulia Enders las: "Darm mit Charme". Ich war erstaunt darüber, mit wieviel Begeisterung und Liebe zum Thema, zum Organ und zum Detail diese Frau das Darmsystem sieht. Und was sie darüber alles zu erzählen hat. Ich kann das Buch / Hörbuch heiß empfehlen, weil sie es schafft, den Darm so darzustellen, dass man ihn versteht und zu mögen beginnt. Es ist bermerkenswert, was mit ihm zusammenhängt und was von der Darmgesundheit abhängt. Eindrucksvoll ist auch, was den Darm, seine Zusammensetzung und seine Funktion beeinflussen kann. Der Darm spricht deutlich zu uns, wenn es sein muss.

 

Die Weisheit "Das Leben sitzt im Darm" (ich habe das bewusst ausgetauscht) ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Wenn man sich bewusst macht, dass der größte Teil des Immun- oder Abwehrsystems im Darm (Dünn- und Dickdarm) zu finden ist und dass es ein Darm-Nervensystem (enterisches Nervensystem ENS)  gibt, das eng mit dem Gehirn gekoppelt ist, versteht man den Begriff "Bauchgefühl" noch besser. Im ENS sitzen vier bis fünfmal so viele Neuronen, als im Rückenmark des ZNS (zentrales Nervensystem)!

 

Der Darm mit seinen Besiedelungen ist vergleichbar mit einem Biotop, das sehr verletzlich und empfindsam ist.

So fragil zeigt sich dieses Organ auch, wenn die Psyche aus dem Gleichgewicht geraten ist.

 

Verbindungen zum Darm und worum es geht

Darm und Chakren, Darm spirituelle Bedeutung
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Wurzelchakra (1. Chakra; unterer Dickdarm):

Darum geht es: Entwicklung der eigenen Spiritualität;

Erdverbundenheit (bewusste und klare Verbindung mit der mütterlichen, nährenden Energie); die Oberthemen hier sind "innere, emotionale Sicherheit, Geborgenheit, URvertrauen, Schutz" sowie "Scham und Schuld".

 

Sexualchakra (2. Chakra)

Darum geht es: Trauma und Scham, Scham im Zusammenhang mit Sexualität, Gedankenmuster "ich bin falsch",  Verbergen der Sinnlichkeit, Kreativität/kreativer Ausdruck über die Sinnlichkeit und den Körper, Leidenschaft; Lebensfreude;

 

Sonnenchakra (3. Chakra; Dünndarm und oberer Dickdarm)

Darum geht es: Verarbeitungs- und Verdauungsprozesse (sowohl unserer physischen als auch unserer spirituellen und energetischen Nahrung). Hier sitzt das Ego im Sinne von Wille, Persönlichkeit und Macht (und das ist keineswegs negativ gemeint!).  In Verbindung mit der eigenen Intuition und der Fähigkeit, dem eigenen stabilen Fundament zu vertrauen und darin zu ruhen, ist eine flexible, geschmeidige und beflügelte Beweglichkeit durch das Leben möglich. Zuhause des "inneren Kindes".

 

Lunge und Haut

Evolutionär (Keimblatt) ist der Dickdarm eng verbunden mit der Lunge und der Haut.

 

Zähne

Es besteht eine deutliche Verbindung zwischen den oberen Zähnen 14/15 und 24/25 sowie den unteren Zähnen 36/37 und 46/47 zu den Organen Lunge/Dickdarm. Weiterhin sind alle vier 8er-Zähne (Weisheitszähne) mit dem Dünndarm verbunden.

Solltest du beispielsweise eine Darmsanierung vollzogen haben, aber immer noch die gleichen Probleme auftreten, lohnt es sich, auch mal die Zähne genauer anschauen zu lassen (v. a. die Wurzeln und die knöcherne Struktur, in die die Zähne eingebettet sind). Natürlich gilt das Ganze auch umgekehrt. Eine Darmregulierung kann durchaus helfen bei Problemen der zugeordneten Zähne.

 

Wirbelsäule:

Th 7: Zwölffingerdarm (Geschwür) (auch Magenbeschwerden)

Th 12: Dünndarmstörungen (auch Rheuma, Unfruchtbarkeit, Wachstumsstörungen); Neuanfang fällt schwer; Loslassen fällt schwer;

L 1: Dickdarmstörungen (Verstopfung, Durchfall, Colitis, u. a.); mentale und emotionale Themen wie bei Th12;

L 3: oft blockiert bei diversen Darmstörungen mit Einbindung der Haut (entzündliche Stellen) und/oder der Schleimhäute (Analschleimhaut, After)(auch Blasenschwäche/nächtlicher Harndrang, Impotenz, hormonelle Dysfunktion); fehlende Geborgenheit;

Steißbein: Hämorrhoiden, Pruritus ani (Afterjucken); zu wenig Verbindung zur Erde, fehlende Lebenslust; gestörte Verbindung zur Mutter(-energie), gestörtes Urvertrauen;

 

Organuhr:

zwischen 5:00 und 7:00 Uhr (Dickdarm)

zwischen 13:00 und 15:00 Uhr (Dünndarm)

 

Bauch und Gefühl

Bauchgefühl, Bauchhirn, enterisches Nervensystem, Organsprache

Das enterische (den Darm betreffende) Nervensystem verbindet das Verdauungssystem über das zentrale Nervensystem mit der Psyche. Das wohl wichtigste Bindeglied ist der sogenannte Vagus-Nerv (10. Hirnnerv). Er ist (nach dem Ischias-Nerv) der zweitlängste Nerv im Körper und verläuft vom Schädel durch die Verdauungsorgane bis hinein in die meisten Teile des Darms.

 

So kann man verstehen, warum es die berühmten "Schmetterlinge im Bauch" gibt oder warum manches im Leben sich anfühlt, als wäre es "auf den Magen geschlagen". Über diese Verbindung lässt sich erklären, warum man nicht nur im übertragenen Sinne "Schiss hat", oder dass einem so manche Situation "Bauchschmerzen bereitet".

 

Auf unser Bauchgefühl zu hören, ist etwas, was meiner Meinung nach immens wichtig ist. Ich würde jedem Menschen, dem das nicht gut gelingt, raten, das zu einem erklärten Ziel im Leben zu machen. Denn es gibt eine Instanz in uns, das uns dazu bringen möchte. Aus gutem Grund. Wenn jemand dazu nicht fähig ist, dann hat auch das seine guten Gründe. Oder eher seine "nicht so guten" Gründe, weil sie verbunden sind mit Schmerz, Trauma, Ängsten, meist aus der frühesten und frühen Kindheit. Hier kam es oft zu Bindungstraumata und dem Vorenthalten von Liebe und Geborgenheit. Fürsorge und Sicherheit waren Fremdworte.

Was geschehen ist, ist geschehen. Das können wir nicht verändern. Aber wir können die Auswirkungen (vor allem die emotionale Ladung dahinter) im Heute verändern! Das ist unsere Verantwortung.

 

Im Erwachsenenalter sind wir auf uns selbst reflektiert und dürfen die Verantwortung für unsere Heilung übernehmen. Was wir als Kind nicht erhalten haben, dürfen wir uns heute selbst zum Geschenk machen: Selbstliebe, Selbstannahme, das Anerkennen unserer Weichheit und Verletzbarkeit. Und wir dürfen mit uns selbst fürsorglich und liebevoll sein.

 

Lebensthemen des Darmes

Grundsätzlich steht das gesamte Organ DARM für unsere Fähigkeit, die Dinge des Lebens (und uns selbst) fließen lassen zu können. Der Darm ist die Instanz für die Aufnahme und Verarbeitung von Nahrung, sowohl körperlich als auch im übertragenen Sinne (Gedanken, Emotionen, und was ich denke über das, was ist).

Im optimalen Fall haben wir kein Bedürfnis, irgendetwas kontrollieren zu müssen. Weil wir zutiefst mit dem Gefühl von Sicherheit und Vertrauen in das Leben verbunden sind (sh. "Verbindungen zum Darm" - Chakren). Wir geben uns dem Fluss des Lebens hin.

 

Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen

Schon die Peristaltik steht auch symbolisch für dieses Prinzip "geben/nehmen, festhalten/loslassen, passiv/aktiv, einatmen/ausatmen".

Auch energetisch kannst du dir das Ganze so vorstellen, wenn es um das aktuelle Thema in deinem Leben geht. Es ist ein ständiges inneres, unbewusstes Abwägen und Entscheiden. "Dies behalte ich, jenes lasse ich los".

 

Verarbeitung und Verdauung von Eindrücken und Emotionen

  • Nehme ich alles wahr, was um mich herum ist?
  • Kann ich mich darauf einlassen?
  • Oder wird es mir zuviel?
  • Fühle ich mich völlig überfordert? Unter Zeitdruck?
  • Sind das unschöne Dinge, die um mich herum geschehen? Fühle ich mich unschön?
  • Was sind das für Gedanken, die sich so schwer verdaulich anfühlen?
  • Gibt es alte Schuldgefühle in mir?
  • Wofür schäme ich mich?

 

Urvertrauen, Sicherheit, Schutz und Geborgenheit

Im negativen Fall, d. h. wenn ich kein Vertrauen in das Leben (und damit auch nicht in mich selbst) habe, fehlt (Selbst-)Liebe in meinem Leben. Und die Konsequenz ist, dass sich höchstwahrscheinlich verschiedene Ängste in meinem Leben manifestieren. Davor,

  • etwas falsch zu machen
  • nicht zu gefallen
  • etwas oder jemanden zu verlieren
  • nicht wichtig zu sein
  • abgelehnt zu werden,
  • mich in diesem Leben nicht sicher zu fühlen,
  • u. a.

Gefühlszuordnungen nach Dr. Klinghardt

Emotionen und Denkmuster, die in meinem Leben eine Rolle spielen können, sofern mein Dünndarm eine entsprechende Botschaft sendet, können sein:

Gefühle von Einsamkeit und Verlorensein, Verlassenheit, Vernachlässigung, Erschütterung, Kummer, Traurigkeit, Mangel an Geborgenheit und Nähe, Sehnsucht nach mütterlicher Wärme, mangelndes Selbstvertrauen, Unsicherheit. Es kann ein Gefühl eines "dunklen Geheimnisses" geben. Oft fühlt man sich wie kurz vor einem Zusammenbruch.

 

Den Dickdarm betreffen meist die folgenden Emotionen und Denkmuster:

Dogmatisches Denken, Überlebensangst (große Unsicherheit, kein Urvertrauen, kein Vertrauen ins Leben oder sogar Misstrauen dem Leben gegenüber), Existenzangst (auch finanziell, materiell), Perfektionismus, Bedürfnis, die Kontrolle über alles (das Leben) zu behalten, Zwanghaftigkeit, Pedanterie, Zynismus, Geiz (aus der Angst des Verlustes heraus), Unbarmherzigkeit, Schuld, Kummer, "Schande", Gefühl von Gefangensein;

 

Darmbeschwerden und Organsprache

  • Kann ich etwas nicht verdauen?
  • Wovor habe ich Angst?
  • Woran halte ich fest?
  • Was will ich schnellstens loswerden (nicht sehen, nicht behalten, nicht wahrnehmen)?
  • Bin ich chronisch verärgert (kann ich etwas einfach nicht verdauen)?
  • Habe ich einen "Schlag unter die Gürtellinie" abbekommen, den ich nicht vergessen und verarbeiten/verdauen kann?
  • Neige ich dazu, mit "gut oder böse" über bestimmte Ereignisse zu urteilen?
  • Neige ich zu Mangeldenken (Dünndarmprobleme)?
  • Kann ich mich von einer belastenden Situation nicht entfernen, so dass ich mich sehr unsicher und bedroht fühle?
  • Gelingt es mir, die Kontrolle aufzugeben und das Leben (mich) fließen zu lassen?
  • Oder muss ich die Dinge (und Menschen) kontrollieren (festhalten) können?
  • Klammere ich mich an Menschen und/oder Dinge und kann sie einfach nicht loslassen?
  • Was behalte ich, obwohl es in meinem Leben keine Wichtigkeit (keinen Nutzen) mehr hat?
  • Habe ich Angst, "ohne" etwas da zu stehen (Dickdarmprobleme)?

 Im Körper kommt es dann zu Darmbeschwerden verschiedener Art, je nach Thema, Intensität, Vorbelastung, etc.

 

Reizdarm (colon irritabile):

Der Reizdarm ist meist verbunden mit Durchfall oder Verstopfung, Blähungen, krampfigen Bauchschmerzen. In den meisten Fällen bleibt der Patient "ohne Befund" und hier wird fast immer ein Bezug zur Psyche hergestellt. Studien haben ergeben, dass Reizdarmpatienten fast immer in der frühen Kindheit Traumen erlebt haben. Sehr oft durch sexuelle Gewalt. Aber auch andere traumatische Belastungen, wie Verlust der Eltern, emotionaler Missbrauch wie Bestrafungsmaßnahmen, Liebesentzug oder Vernachlässigung finden sich in den Erzählungen. Sekundäre Traumata (das Mitansehen von Gewalttaten oder Katastrophensituationen) werden in den Lebensgeschichten der Betroffenen ebenfalls oft gefunden.

 

Blähungen / Unterbauchschwellung

Grundsätzlich stehen Blähungen mit Schwellung des Unterbauches dafür, dass man sich an etwas (einer Sache, einer Situation, beispielsweise am Arbeitsplatz, oder an einer bestimmten Familienkonstellation) oder jemandem sehr festklammert, obwohl das oder der/diejenige nicht mehr wirklich dienlich bzw. gesund  ist. Der Betroffene hält an einer Situation oder einer Person um jeden Preis fest, die er ganz klar loslassen und ziehen lassen sollte. Intuitiv weiß er das schon lange. Damit verbunden ist vielleicht ein Gefühl von Angst vor Verlust, vor Veränderung (was wiederum die Angst vor Kontrollverlust bedeutet), etc.

Welcher Glaubenssatz wirkt da? Vor welchem Verlust hast du Angst? Worüber brauchst du die Kontrolle? Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn du loslässt? Was brauchst du, um Vertrauen ins  Leben und Vertrauen in dich haben zu können? Wer in deinem Familiensystem hat Ähnliches erlebt?

 

Durchfall

Was will ich nicht in meinem Leben haben? Wem oder was verweigere ich mich? Was soll möglichst schnell "verschwinden"? Der Körper macht dann genau das: er schleust das, was gerade vorhanden ist und was eigentlich wichtig wäre, schnellstmöglich durch den Verdauungsapparat, ohne abzuwarten, dass die wertvollen Nahrungsbestandteile aufgespalten und verwertet wurden. Und der Dickdarm hat keine Chance, erst noch den Wasserbestandteil und die wichtigen Bestandteile (Salze etc.) dem Körper zu erhalten. Nichts wie weg damit!

Sicherlich kennt das fast jeder: Eine angstbesetzte Situation (beispielsweise eine -wie auch immer geartete- Prüfung) oder etwas, das mich sehr unsicher macht, weil ich nicht weiß, was ich zu erwarten habe. Das bedeutet, ich habe keine Kontrolle darüber. Muss mich dem hingeben, was da kommt. Was wiederum Angst macht. So etwas möchte man nicht haben, nicht sehen, nicht erleben. Weg damit. Oder weg mit mir: Flucht! Der Körper drückt das durch den Darm und Durchfall aus.

Manchmal ist es auch sehr wertvoll, wenn der Körper derart reagiert. Nämlich im Falle, dass ich etwas gegessen habe, das mir nicht bekommt, oder sogar giftig ist.  Im übertragenen Sinn ist es nicht anders: Gedanken und Emotionen, die mir überhaupt nicht dienlich sind, erkennt meine Seele und möchte sie loswerden.

 

Verstopfung

Worin halte ich mich zurück? Was will ich nicht weggeben, sondern unbedingt behalten? Habe ich Angst vor Konsequenzen, wenn ich etwas loslasse oder sage oder tue,  oder auf mich höre? Ignoriere ich meine Bedürfnisse? Weil ich andere/s wichtiger nehme als mich selbst? Lebe ich mehr für andere als für mich? Woran klammere ich mich?

Habe ich Angst vor Kritik, Vorwürfen? Angst davor, verlassen zu werden? Angst davor, was andere über mich denken könnten?

In welcher Beziehung halte ich mich so sehr zurück?

 

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden "kriegen" wir nicht, die haben wir bereits. Jeder. Es ist ein Arterien- und Venengeflecht (Plexus)  zwischen Enddarm und Schließmuskel. Das, was wir verstehen unter dem Beschwerdebild "Hämorrhoiden", sind entzündliche Erweiterungen dieser Blutgefäße und der umgebenden Gewebe. Bei erhöhtem Bluthochdruck (=innerer emotionaler Druck), Schwangerschaft, Verstopfung (nicht loslassen, auf Biegen und Brechen zurückhalten von Altem)  werden diese Gefäße extrem gefordert. Sie schwellen an. Manchmal platzt eines und es blutet. Blutende Hämorrhoiden haben mit mangelnder Lebensfreude zu tun. Stress verursacht schmerzende Hämorrhoiden. Es gibt also einen emotionalen Konflikt zwischen dem Bedürfnis des  Loswerdens und des  innerlichen Festhaltens.

Was macht dir momentan oder schon seit einiger Zeit so großen Stress? Welche Emotionen "kämpfen" in dir gegeneinander?

Was willst du mit aller Kraft nach draußen bringen? Oder willst du etwas unbedingt zurückhalten? Oder unbedingt festhalten?

Gibt es ein Schuldgefühl in dir, das du schon lange verdrängst? Dein Körper sagt dir: Kläre das endlich!

 

Morbus Crohn (Enteritis regionalis Crohn)

Entzündung (-itis) des letzten Dünndarmabschnittes  Ileum, einhergehend mit starken Schmerzen und manchmal Blutungen. Sie kann akut oder chronisch auftreten. Im Schub kann Gewebe absterben (Nekrose). Die Crohn-Krankheit weist darauf hin, dass der Betroffene unter einem sehr geringen Selbstwertgefühl leidet. Das zeugt nicht von einem gesunden Sicherheitsgefühl oder einem Gefühl von Geborgenheit. Er versucht, seinen Raum zu finden, was aber schwierig ist, weil er sehr ambivalent ist: einerseits unterwirft er sich einer dominanten Person oder Realität, andererseits begehrt er dagegen auf. So befindet er sich permanent in einem wütenden Zustand (Entzündung -itis = WUT).

Welche Situation, in der du lebst, entrüstet dich? Was in deinem Leben fällt dir sehr schwer zu akzeptieren? Wogegen lehnst du dich auf, und gleichzeitig hast du Angst vor der Reaktion der Anderen vor deiner Ablehnung? Was bringt dich in solch einen Zwiespalt? Was macht dich so zornig?

 

Colitis ulcerosa

Die Endung -itis bedeutet Entzündung und weist hier thematisch schon auf WUT und Aggression hin. Die Colitis ulcerosa ist ein Autoimmungeschehen. Also Aggression gegen sich selbst. Im Innern findet ein Kampf statt. Manchmal sogar Krieg "bis auf´s Blut". Wie hier schon mehrfach gefallen ist, handelt es um Dinge/Gedanken/Emotionen, die immer wieder geschluckt, aber nicht oder nur sehr schwer verdaut werden können. Es geht um die emotionale Abhängigkeit, die unbewusst ist, aber dennoch zugleich sehr wütend macht. Der Betroffene hat ein sehr großes Bedürfnis haben nach Liebe, Anerkennung, Wertschätzung, das scheinbar nicht erfüllt wird. Diese Abhängigkeit erzeugt unterbewusst diese zerstörerische Wut auf sich selbst. Wenn sie lange genug andauert, kann es auch zu einem Geschwür (Tumor) kommen.

 

Probleme mit dem After (Anus)

Er ist das Ende des Verdauungskanales und symbolisiert das Ende eines Entwicklungsprozesses.

 

Afterjuckreiz (pruritus ani)

Was reizt mich, was juckt mich? Wem oder was gegenüber fühle ich mich schuldig? Es hat mit der Vergangenheit zu tun und mit Schuldgefühlen/Bedauern.

Habe ich unbewusst Angst davor, etwas loszulassen, was eng mit mir verbunden ist? Angst, dass man mir "das" wegnehmen könnte? Etwas, was für mich wie "mein Baby" ist? Oder gibt es einen Teil von mir, der sich von mir abgetrennt anfühlt?

 

Zöliakie (Sprue) Glutenunverträglichkeit der Dünndarmschleimhaut (Zotten) führt zu mangelhafter Absorption

Hiermit verbunden ist eine tiefe Trauer/Traurigkeit, die von Geburt an in dir  ist. Und du trägst oft eine Maske, die verschleiert, wie es dir wirklich geht. Auch vor dir selbst trägst du dieses "Pokerface". Keiner soll wissen, was in dir vorgeht. Auch du selbst magst es nicht wissen. Jedesmal, wenn jemand deiner inneren Wahrheit zu nahe kommst, ergreifst du die Flucht. Das ist enorm anstrengend, weil du in jeder Minute darauf achtest, welche Informationen und welche Worte, welche Emotionen und Gedanken, du an dich heranlässt (analog zu der Nahrung, die du zu dir nimmst und bei der ständig achtsam sein musst). Wie wäre es, doch einmal stehen zu bleiben und nach innen zu schauen? Nimm deine Gefühle wahr. So entsteht Kontakt. Zu dir und zu anderen.

 

Leaky Gut Syndrom (durchlässiger Darm)

Man sagt, durch Toxine und bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarmes wird die Schleimhaut durchlässig/löcherig. Bakterien, Viren, Antiobiotika, Medikamente etc. können dadurch die Schleimhautbarriere überwinden und in den Blutkreislauf geraten, wodurch eine Vielzahl von verschiedenen Beschwerden in verschiedenen Körperbereichen ausgelöst werden kann.

Energetisch-organsprachlich betrachtet gibt es Themen im Leben des Betroffenen, die sehr tief sitzen und im wahrsten Sinn des Wortes unverdaut sind. Dieses Unverdaute, Toxische, geht in den Blutkreislauf = Leben, Lebensfreude über und "vergiftet" diesen, d. h., es vergiftet seine Lebensfreude. Letztlich geht es darum, dieses uralte Vergessene ("Gegessene") in der Vergangenheit zu finden und abzulösen.

 

Meine Behandlung

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Mein Behandlungskonzept beinhaltet die Kommunikation mit der Seele und dem Körper-Geist. Das heißt, mit dem Unterbewusstsein, aber auch mit deinem bewussten Ich. Über Körperberührung (Integratives Heilpulsen) nehmen wir Kontakt auf mit dem Organ sowie dem Gefühlsfeld und gehen tiefer in dein Feld, in dem alle Informationen sind.

 

Ich stelle intuitive Fragen, nehme innere Bilder und Informationen wahr und führe dich auf dieser Seelenreise.

 

Begleitend setze ich sehr gerne Bachblüten ein, oder auch ein homöopathisches Mittel.

 

Wenn du mehr zum Thema Organsprache wissen möchtest, kannst du meine Facebook-Seite abonnieren. Hier stelle ich immer wieder Blogartikel zu verschiedenen Organen ein. Gerne kannst du mich auch anmailen, wenn du noch Fragen allgemeiner Art zum Thema Organsprache hast. Therapie kann ich in diesem Rahmen jedoch nicht anbieten. Dazu bitte ich dich, einen Termin in meiner Praxis zu vereinbaren. Ich danke dir!

 

Über einen freundlichen Kommentar unter diesen Blogartikel würde ich mich sehr freuen. Du darfst auch gerne eigene Erfahrungen mit diesem Thema schildern.

 

Ich danke dir sehr für das Lesen. Hab eine schöne und heilvolle Zeit!

Herzliche Grüße

Corinna

 

PS: Leider kann ich auf eure Kommentare hier nicht direkt anworten. Deshalb bedanke ich mich auf diese Weise bei euch!

 

Quellen/Literatur: Christiane Beerlandt (Der Schlüssel zur Selbstbefreiung); Jaques Martel (Mein Körper-Barometer der Seele); Claudia Rainville (Metamedizin - Jedes Symptom ist eine Botschaft); Bilder: pixabay.de, unsplash, Fotolia, und eigene;

 

Kommentare: 3
  • #3

    Heidi Meyer (Samstag, 03 Oktober 2020 08:50)

    Hallo! Ich beschäftige mich nun seit 25 Jahren mit meinen alten Mustern. Ich habe dieses Thema noch nie so klar und verständlich behandelt gesehen.
    Darüber gibt es Bücher, die es mit vielen Worten nicht so gut beschreiben. Prima!
    Grüße aus Bayern, Heidi

  • #2

    Carina (Sonntag, 19 April 2020 12:57)

    Liebe Corinna, ich danke dir mit ganzem Herzen für die tiefgehende Einblicke die du mit uns teilst. Ich bin schon einige Jahre im Heilungsprozess. Auf Grund meiner schweren Kindheit im Kinderheim, mit Missbrauch, körperlich und seelisch. Verlust meiner Mama usw. Darf ich nun seit ein paar Jahren zusammen mit meinem Sohn diesen Weg gehen. Ich wünsche mir dass wir beide Iwan ein erfülltes und leid freies Leben führen können. Dafür gehe ich jeden Schritt der nötig ist. Nach innen und auch nach außen :-) alles Liebe Carina

  • #1

    Kerstin (Samstag, 18 Januar 2020)

    Liebe Corinna, vielen Dank für diese umfangreichen und tiefgehenden Informationen. Ein sehr spannender Artikel und wertvoller Artikel.